Neue Kühlverfahren für mehr Nachhaltigkeit im Medizinbereich

Frauen in medizinischem Labor

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Kühlschränke und Gefriertruhen sind in Haushalten sowie Supermärkten in der heutigen Zeit nahezu unverzichtbare Haushaltsgeräte. Auch in Krankenhäusern oder Laboren gehören sie zum Inventar dazu. Allerdings können einige Kühlmittel eine Belastung für die Umwelt darstellen und zudem den Stromverbrauch in die Höhe treiben.

Mit nachhaltigen Kühlverfahren gelingt jedoch ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, von dem der Medizinbereich profitieren kann.

Deshalb sind neue Kühlverfahren im medizinischen Bereich unerlässlich

Spätestens seit der Coronapandemie spielen medizinische Kühlungen eine große Rolle. Doch nicht nur Impfstoffe müssen gekühlt werden. Auch Medikamente und Blutproben sind während der Lagerung und beim Transport in Labore kontinuierlich zu kühlen. Das stellt den Medizinbereich nicht selten vor besondere Herausforderungen. In Krankenhäusern, Apotheken und Blutbanken sind bisher oftmals Kühlschränke in verschiedenen Ausführungen zum Einsatz gekommen. Diese Geräte erscheinen unverzichtbar, verbrauchen allerdings reichlich Strom und auch CO2-Emissionen.

Darüber hinaus können viele Hersteller von Kühlsystemen keine zuverlässigen Angaben zu Leistung und Wärmeabgaben machen. Das kann dazu führen, dass das Lagern von Medikamenten oder Proben nur unzureichend möglich ist. Kommt es zudem zu Ausfällen von Geräten oder Stromproblemen, kann das die Entwicklung in der Forschung oder Lagerung von Arzneien beeinträchtigen. Ebenso kann es zu Schädigungen oder falschen Ergebnissen von Proben kommen. Die Verwendung von speziellen Abfüllanlagen für Flüssigstickstoff von Firmen wie Demaco erleichtert die Lagerung und den Transport im medizinischen Rahmen. Diese Anlagen und Systems sind speziell für den Medizinbereich konzipiert worden, lassen sich einfach handhaben und arbeiten zuverlässig. Dabei kühlt Flüssigstickstoff das gewünschte Matreial so lange, bis der Stickstoffvorrat verbraucht ist.

Tipp: Inzwischen ist es auch möglich, Krankenhäuser und Labore mittels Wasserstoff mit Strom und Wärme zu versorgen. Dank neuer Wasserstofftechnologien gelingt es, mit flüssigem Wasserstoff Strom einzusparen, Wärme zu erzeugen und die Natur zu entlasten. Zusätzlich kann Solarenergie dabei helfen, Strom natürlich zu gewinnen und für den medizinischen Alltag zu verwenden.

Mehr Möglichkeiten für eine grüne Zukunft im Medizinbereich

Die Verwendung von ökologisch einwandfreien Gasen ist ein hervorragender Schritt in eine nachhaltigere Zukunft. Damit das gelingt, sind ältere Kühlgeräte, die mit F-Gasen kühlen, auszutauschen. Eine Umstellung der alten Geräte auf natürliche Kältemittel ist in vielen Fällen nicht möglich. Daher ist es besser, bei Neuanschaffungen auf Produkte zurückzugreifen, die nicht nur besonders energieeffizient sind, sondern auch mit „grünen Gasen“ arbeiten und somit weniger belastend für das Klima sind.

Hinweis: Aufgrund von immer strengeren Vorschriften hinsichtlich F-Gasen gibt es inzwischen für den Kühlbereich verschiedene Produkte, die mit umweltverträglichen Kältemitteln arbeiten. Somit gelingt es im medizinischen Bereich besser, die globalen Vorschriften zu erfüllen und gleichzeitig Energie zu sparen.

Abgesehen davon, dass ältere Kühlgeräte nicht nur mehr Strom verbrauchen, arbeiten diese ebenso mit Fluorchlorkohlenwasserstoffen (kurz FCKW), die einen enormen Anteil zum Ozonabbau beigetragen haben. Aus diesem Grund sind die F-Gase in die Kritik geraten und Geräte, die mit diesen Kühlmitteln arbeiten, aus dem Handel verbannt worden. Andere Produkte mit weniger schädlichen Gasen verursachen hingegen keine messbaren Schäden an der Ozonschicht und sind somit wesentlich besser für die Umwelt.

Medizinische Kühlungen sind wichtig, um in Sachen Forschung, Lagerung von Proben oder Arzneien eine gewisse Sicherheit zu bieten. Damit die Kühlgeräte keine Belastung für die Umwelt darstellen, sind die Geräte auszutauschen und gegen nachhaltige Lösungen zu ersetzen. Auch wenn diese Investition im ersten Moment deutlich kostenintensiver erscheint, profitieren Krankenhäuser, Labore oder Apotheken längerfristig von diesen Neuanschaffungen, können Geld sowie Strom einsparen und einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten.