Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Versicherte sollen künftig vergleichen können

Die Greensurance Stiftung will ein Bewertungssystem entwickeln, mit dem Kompositversicherungen vom Verbraucher nach ihrem Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit verglichen werden können.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt sie fachlich und finanziell mit rund 296.000 Euro.

Der Versicherungssektor sehe sich immer stärker globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Naturkatastrophen und demographischen Veränderungen ausgesetzt, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die Branche sei über ihre Produkte und Kapitalanlagen mit vielen anderen verbunden. Während im Bankensektor bereits Nachhaltigkeitsbewertungskriterien Einzug gehalten hätten und sich einige wenige Banken als Nachhaltigkeitsbanken verstünden, seien in der Versicherungsbranche nur erste Ansätze zu erkennen:

„Versicherungen haben eine bedeutende Hebelfunktion für eine nachhaltige Entwicklung in den Händen. Sie könnten durch gezielte Anreize oder Haftungsausschlüsse Investitionsentscheidungen hin zu größerer Verantwortung gegenüber Umwelt und Natur lenken.“

Marcus Reichenberg, Geschäftsführer der Greensurance Stiftung, erklärt:

„Damit Versicherungen in Zukunft nachhaltiger handeln, entwickeln wir ein Bewertungssystem. So kann in der Branche ein Wettbewerb in Gang gesetzt werden – jede Versicherung möchte gute Ergebnisse erzielen.“

Das Projekt sieht vor, zusammen mit dem Kooperationspartner Prof. Dr. Tobias Popović vom Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management an der Hochschule für Technik Stuttgart und einem wissenschaftlichen Beirat für nachhaltige Finanzen ein Bewertungssystem zu erstellen. Das soll die größten Versicherungen und nicht zuletzt grüne Pioniere im Markt hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit beurteilen können.

Anna Schirpke, Geschäftsführerin der Greensurance Stiftung und Projektleiterin, dazu:

„Kunden und Versicherungsmakler können somit Versicherungen in Bezug auf Nachhaltigkeit bewerten. Das schafft einen Anreiz für die gesamte Branche, grüne Produkte zu entwickeln.“

 

Bild: © Andrey Popov – stock.adobe.com

Themen: