Vertrieb im Wandel: Muss sich der Vermittler neu ausrichten?

Unsere Gesellschaft verändert sich, der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und die Lebensgewohnheiten im Alltag haben zunehmend mehr Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Muss der Vermittler diesen veränderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen und seine Vertriebsansätze neu ausrichten?

In den letzten Jahrzehnten haben sich zunehmend Zivilisationskrankheiten in der deutschen Gesellschaft manifestiert. Anfang der 1980er Jahre wurden psychische Erkrankungen als Leistungsauslöser eines Berufsunfähigkeitsversicherungsfalls in den Statistiken der Lebensversicherer gar nicht oder bestenfalls mit einstelligen Protzentwerten gelistet. In einer Pressemitteilung vom 26.9.2017 bezifferte die Debeka Lebensversicherung den Anteil der Leistungsfälle, die auf Basis einer psychischen Erkrankung der versicherten Person begründet wurden im Jahr 2016 mit 41,8 Prozent. Die Zeiten ändern sich und dies gilt auch für den Bodymaß-Index: Zunehmend mehr Deutsche sind zu klein für ihr Gewicht. Bereits die Jüngsten bringen oftmals zu viele Kilos auf die Waage und mit einer von Burgern, Pommes Frites, Energydrinks und Süßwaren dominierten Ernährung wird nicht nur das „Hüft Gold“ in jungen Jahren angelegt, sondern oftmals auch der Weg zu einer Diabeteserkrankung geebnet.

Der Klimawandel – Ein unterschätztes Risiko

Alexander Schrehardt, Geschäftsführer, Consilium Beratungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung mbH

Alexander Schrehardt, Geschäftsführer, Consilium Beratungsgesellschaft für betriebliche Altersversorgung mbH

Auch die klimatischen Veränderungen greifen schon heute maßgeblich in unsere Gesundheit ein. Steigende Durchschnittstemperaturen, warme und zu kurze Winter- und verlängerte Frühjahrs- und Sommerperioden begünstigen einen verlängerten und intensivierten Pollenflug. Ein Phänomen, das Allergiker und die Hersteller von Papiertaschentüchern nur allzu gut kennen. Und genau an dieser Stelle schlägt das Imperium zurück, mit schwerwiegenden Folgen auch und insbesondere für die Versicherungswirtschaft.

Heuschnupfen oder bereits asthmatische Beschwerden, Blut- und Leberwerte, die jede Benchmark sprengen, adipöses Übergewicht oder auch der regelmäßige Besuch beim Psychotherapeuten stehen in der Personenversicherung einem Vertragsabschluss ohne Erschwernisse regelmäßig entgegen.

Hier ist ein Umdenken auf Seiten der Versicherer, aber auch modifizierte Beratungs- und Vertriebsansätze der Vermittler das Gebot der Stunde. Erfreulicherweise haben die ersten Versicherungsgesellschaften auf die neue Bedarfssituation reagiert und an veränderte Rahmenbedingungen adaptierte Vorsorgeinstrumente und Versicherungslösungen entwickelt. AssekuranZoom hat sich auf dem Versicherungsmarkt umgesehen und ist mit mehreren neuen Versicherungslösungen fündig geworden. Zwei neue Tarife sollen nachfolgend exemplarisch vorgestellt werden.

Der Tarif Optiflex der Hallesche Krankenversicherung

Vor allem jüngere Kunden kennen diesen Umstand: Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Die Wunschliste, auch beim erforderlichen Versicherungsschutz, ist vor allem für Berufsanfänger und junge Familien oft deutlich länger als die Einkaufsliste. Die Zusatzversicherung für das Krankenhaus oder für die Aufwertung der zahnmedizinischen Behandlung wird somit häufig zurückgestellt.

Derr Tarif Optiflex spricht vor allem junge Kunden an. Mit einem schlanken Beitrag kann der Optionsjoker, der mit Multievent-Optionsrechten ausgestattet ist, eingerichtet werden. Anlässlich einer Vielzahl von Ereignissen kann der Kunde sein Optionsrecht einlösen und sein Krankengeld für den Fall einer Arbeitsunfähigkeit um ein Krankentagegeld ergänzen, sich den Privatpatientenstatus im Krankenhaus sichern oder auch bei Wegfall der gesetzlichen Versicherungspflicht in eine private Krankenvollversicherung wechseln. In allen Fällen entfällt eine medizinische Risikoprüfung, damit ist dem Kunden der Zugang sowohl zur Zusatz-, als auch zur Vollversicherungen garantiert.

Der Tarif ExistenzPlan der Bayerischen

Mit der Einführung des Grundfähigkeitentarifs ExistenzPlan hat die Bayerische einen wichtigen Beitrag für einen vorausschauend angelegten Versicherungsschutz geleistet. Das Mindestalter für den Abschluss einer Grundfähigkeitenversicherung hat der Versicherer mit dem vollendeten dritten Lebensjahr festgelegt, so dass bereits Vorschulkinder mit einem gleichermaßen kostengünstigen wie umfassenden Versicherungsschutz ausgestattet werden können.

Mit der BU-Wechseloption garantiert die Bayerische der versicherten Person nach Abschluss der Berufsausbildung die Möglichkeit eines Wechsels in eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung. Alternativ kann der Versicherungsschutz nach dem Tarif ExistenzPlan auch unverändert mit niedrigen Beiträgen fortgeführt werden.

 

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