Ammerländer Versicherung steigert Beiträge und Gewinn deutlich
Die Ammerländer Versicherung hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl Beiträge als auch Gewinn deutlich gesteigert und liegt damit erneut über dem Branchentrend. Besonders stark bleibt die Hausratversicherung – doch auch andere Sparten entwickeln sich positiv.
Die Ammerländer Versicherung hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Wachstum abgeschlossen. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 105,10 Millionen Euro nach 98,78 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von 6,39 Prozent. Parallel dazu wuchs auch die Mitgliederzahl weiter. Insgesamt betreut der Versicherer nun rund 1,08 Millionen Mitglieder – ein Plus von 53.891 Personen beziehungsweise 5,23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern lag bei 3,73 Millionen Euro und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1,43 Millionen Euro. „Dass wir so klar über dem Branchenschnitt wachsen, zeigt die Kraft unseres Geschäftsmodells und die Qualität unserer Produkte“, sagt Vorstandsvorsitzender Axel Eilers. „Dieses Ergebnis ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Mitglieder.“
Hausrat bleibt wichtigste Sparte
Der größte Beitragsanteil entfällt weiterhin auf die Hausratversicherung. Sie trägt mit 57,66 Prozent zum gesamten Beitragsvolumen bei und bleibt damit die stärkste Sparte des Unternehmens. Die gebuchten Bruttobeiträge in diesem Bereich stiegen um 3,55 Millionen Euro. Auch die Fahrradvollkaskoversicherung – inklusive gewerblicher Tarife – bleibt ein bedeutendes Geschäftsfeld. Ihr Anteil am Beitragsvolumen liegt bei 23,45 Prozent. Zudem verzeichnete das Unternehmen positive Entwicklungen in den Sparten Glasversicherung und Hundehalterhaftpflicht.
Schadenquote verbessert sich trotz steigender Schäden
Die Ammerländer Versicherung regulierte im Jahr 2025 Schäden in Höhe von 51,52 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 47,56 Millionen Euro gewesen. Gleichzeitig sank jedoch die Brutto-Schadenquote auf 50,03 Prozent nach 52,75 Prozent im Jahr 2024. Die Zahl der gemeldeten Schadenfälle stieg leicht auf 65.544 Fälle, was einem Zuwachs von 3,49 Prozent entspricht.
Deutlich besseres versicherungstechnisches Ergebnis
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich und lag 2025 bei 10,93 Millionen Euro nach 7,07 Millionen Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 37,49 Millionen Euro und lagen damit um 3,18 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig sank die Combined Ratio netto auf 87,21 Prozent (2024: 91,05 Prozent).
Kapitalanlagen und Eigenkapital wachsen
Auch bei den Kapitalanlagen verzeichnete die Ammerländer Versicherung ein Wachstum. Der Bestand stieg auf 84,28 Millionen Euro nach 76,78 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kapitalerträge legten trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds um 12,12 Prozent auf 2,72 Millionen Euro zu. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 34,77 Millionen Euro. Dies entspricht 40,67 Prozent der verdienten Nettobeiträge (2024: 39,32 Prozent).
Fokus bleibt auf organischem Wachstum
Der Versicherer will seinen Wachstumskurs nach eigenen Angaben fortsetzen und setzt dabei weiterhin auf organisches Wachstum. „2026 werden wir diesen Weg konsequent fortsetzen: mit starken Produkten, digitaler Modernisierung und hoher Serviceorientierung – und mit dem klaren Anspruch, weiter profitabel und mit Bedacht zu wachsen“, so Eilers.
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