Mit dem neuen Allianz Safety Sled will die Allianz gemeinsam mit dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) neue Maßstäbe für den Kopfschutz und die Sicherung von Athletinnen und Athleten setzen. Im Allianz Zentrum für Technik (AZT) wurde der Prototyp des Schlittens mit dem neu entwickelten HIP-System (Head Impact Protector) vorgestellt – eine Weltneuheit, die den Bobsport sicherer machen soll.
Die Allianz bringt dabei ihre Erfahrung aus der Automobil- und Motorsport-Sicherheitsforschung ein. Ziel ist ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das nicht nur den Kopfschutz, sondern auch die Vermeidung des Herausschleuderns bei Stürzen und neue Sicherungssysteme für Athletinnen und Athleten umfasst. „Die aktuellen Bobs sind in puncto Sicherheit vergleichbar mit offenen Autos aus den 1960er Jahren“, sagt Carsten Reinkemeyer, Leiter Sicherheitsforschung im AZT. „Wir übertragen Prinzipien der Insassensicherheit aus dem Automobilbereich in den Bobsport.“
HIP-System schützt Kopf und Nackenbereich
Das Herzstück des neuen Sicherheitskonzepts ist das HIP-System, eine in die Bobstruktur integrierte Sicherheitszelle. Sie schützt die Kopf- und Nackenpartie der Pilotinnen und Piloten, indem sie Kräfte von den Insassen fernhält – ähnlich wie Überrollbügel beim Cabrio. Entwickelt wurde das System in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES).
Im nächsten Schritt sollen auch die Anschieberinnen und Anschieber über erhöhte Anschubbügel besser geschützt werden. Ergänzend dazu arbeitet das AZT zusammen mit der Technischen Universität München an neuen Sicherungssystemen, die trotz der dynamischen Startphase Bewegungsfreiheit gewährleisten, aber bei einem Aufprall gezielt Kräfte ableiten.
Kooperation von Allianz, BSD und IBSF
Der Bobsport gilt als die „Formel 1 des Wintersports“. Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD, betont die Bedeutung der Allianz-Kooperation: „Während an der Sicherheit der Bahnen erfolgreich gearbeitet wurde, ist es nun an der Zeit, die Sicherheit des Bobs selbst zu optimieren. Durch die Kooperation mit der Allianz machen wir einen großen Schritt in Sachen Sicherheit nach vorne.“ Auch die Internationale Bob- und Skeleton-Föderation (IBSF) begleitet das Projekt aktiv. Präsident Ivo Ferriani sieht darin „einen wichtigen Beitrag zur globalen Weiterentwicklung der Sicherheitsstandards“.
Vom Sponsoring zur technischen Mitgestaltung
Für die Allianz ist das Projekt mehr als ein Sportsponsoring. Eike Bürgel, Global Head of Olympic & Paralympic Programme bei Allianz SE, erklärt: „Wir möchten einen globalen Sicherheitsstandard im Bobsport etablieren. Damit erweitern wir unser Markensponsoring durch die Expertise des Allianz Zentrum für Technik um eine konkrete Unterstützung dieser schnellen Sportart.“ Die Ergebnisse der Allianz-Sicherheitsforschung sollen noch vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina umgesetzt werden.
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