Die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen beeinflussen auch die private Kreditaufnahme. So können sich Frauen im Schnitt weniger Geld leihen als Männer, müssen häufiger höhere Zinsen zahlen und erhalten öfter überhaupt keinen Kredit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Verivox.
Daten aus dem ersten Halbjahr 2018 zeigen, dass Frauen, die in diesem Zeitraum über Verivox einen Kredit abgeschlossen haben, netto im Schnitt gut 500 Euro weniger verdienten als Männer. Das entspricht einem Einkommensunterschied von 19 Prozent.
Einkommen beeinträchtigt Bonität
Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, erklärt:
„Für Banken ist das verfügbare Nettoeinkommen ein wichtiges Kriterium zur Einschätzung der Bonität. Wer wenig verdient, erhält schwerer eine Zusage und muss öfter höhere Zinsen zahlen.“
Die große Diskrepanz beim Einkommen bleibt bei der Kreditaufnahme nicht ohne Folgen: So ist der Kreditbetrag bei Frauen im Schnitt rund 3.300 Euro niedriger als bei Männern.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditanfrage einer Frau abgelehnt wird, liegt um fast ein Drittel höher als bei einem Mann.
Ein zweiter Antragsteller führt oft zu günstigeren Konditionen, denn im Schnitt zahlen zwei Personen gemeinsam 12 Prozent weniger Zinsen und können fast 30 Prozent höhere Summen aufnehmen als Kreditnehmer, die ihr Darlehen allein abschließen.
Bilder: (1) © Africa Studio / fotolia.com (2) © Verivox
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