Millennials mögen's möglichst unkompliziert

Veröffentlichung: 28.09.2018, 05:09 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Für 45,1 Prozent der Millennials ist eine verständliche Erklärung der Produkte das ausschlaggebende Kriterium beim Abschluss einer Versicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Nürnberger Versicherung und des F.A.Z-Instituts.

(PDF)
Anzugtraeger-Paar-Beratung-150655295-FO-nenetusAnzugtraeger-Paar-Beratung-150655295-FO-nenetus

Millennials sind eine schwierige Zielgruppe für Versicherungsanbieter, da sie bei Themen rund um Absicherung und Altersvorsorge oft zurückhaltend sind. Ein wichtiger Grund für diese Haltung ist fehlendes Vertrauen in die Branche.

Auch sind die Lebensentwürfe der Millennials flexibler als die der vorherigen Generationen, wodurch sich die Bedürfnisse im Hinblick auf versicherungsrelevante Themen verändert haben und auch weiterhin verändern werden.

Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung, zu den Ergebnissen:

„Wir müssen in der Lage sein, diesen jungen Menschen glaubhaft zu erklären, warum Risikoabsicherung und Altersvorsorge zentrale Bestandteile ihrer Lebensphasenplanung sein müssen. Hier ist eine gute und vor allem zielgruppengerechte Kommunikation der Schlüssel.“

Ehrlichkeit und Transparenz

Millennials wissen ganz genau, was die Branche tun muss, um für diese Zielgruppe attraktiver zu werden: An erster Stelle stehen die Themen Ehrlichkeit und Transparenz im Hinblick auf die Beratung und die Ausgestaltung der Produkte.

Preisgestaltung und Komplexität

Darüber hinaus spielt bei jungen Menschen auch die Preisgestaltung bei Vorsorge- und Absicherungsprodukten eine Rolle. Viele wünschen sich entweder ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis oder einfach günstigere Vorsorgeprodukte mit einer höheren Rendite.

Millennials bewerten außerdem beim Abschluss von Versicherungen die Komplexität der Produkte und deren Beschreibungen in oftmals umfangreichen Vertragsunterlagen kritisch. Sie möchten, dass die Anbieter ihnen die Produkte und die damit verbundenen Leistungen so erklären, dass sie die Zusammenhänge auch verstehen und dabei die Kommunikation so einfach und knapp wie möglich gestalten.

Kommunikation und Onlinenutzung

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Kommunikation. 39,9 Prozent möchten von den Versicherern altersgerecht und individuell angesprochen werden, so dass es für sie persönlich passt. Sie fordern eine stärkere Orientierung der Versicherungswirtschaft an der Zielgruppe.

Hierzu zählen neben einem moderneren und jüngeren Image der Branche auch die Berücksichtigung der individuellen Kundenbedürfnisse sowie die Entwicklung spezifischer Produkte, die auf die veränderten Biographien und Karrierewege der jungen Generation zugeschnitten sind.

Überraschend fallen die Studienergebnisse  hinsichtlich der Onlinenutzung dieser Generation aus: nur 12,8 Prozent der Millennials würden ihre Versicherungen am liebsten nur noch digital abschließen.

https://www.experten.de/2018/06/11/millennials-nur-jeder-dritte-mit-bu/

https://www.experten.de/2018/05/16/millennials-angst-vor-altersarmut-und-gewalt/

Bild: © nenetus / fotolia.com

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Frau-egal-193171618-FO-master1305Frau-egal-193171618-FO-master1305
Assekuranz

Millennials: nur jeder Dritte mit BU

Berufsunfähigkeit ist ein Lebensrisiko, dessen sich die junge Generation zwar bewusst ist, das sie aber oft nicht absichert. Laut einer Studie der Nürnberger Versicherung und dem F.A.Z.-Institut entscheiden sich lediglich 33,1 Prozent der Befragten für eine BU-Versicherung. Bei den Angestellten sind es zwar 45,1 Prozent, bei den Selbstständigen aber nur 10,3 Prozent.
Depressiver-Mann-193047084-FO-Viacheslav-IakobchukDepressiver-Mann-193047084-FO-Viacheslav-Iakobchuk
Assekuranz

Millennials: Angst vor Altersarmut und Gewalt

Wie sieht die Lebensplanung der sogenannten Generation Y, der heute 16- bis 35-Jährigen, aus? Welche Zukunftssorgen haben sie? Eine Studie der Nürnberger Versicherung in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut beantwortet diese Fragen und gibt Einblicke.
Sparschwein-geschlachtet-309557642-AS-New-AfricaSparschwein-geschlachtet-309557642-AS-New-AfricaNew Africa – stock.adobe.com
Assekuranz

Erspartes reicht nur kurze Zeit

Kann man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten, ist der Lebensstandard schnell in Gefahr. Wenn überhaupt, bekommen Betroffene nur minimale Unterstützung vom Staat.
Happy-AnzugtraegerInnen-94913726-AS-pressmasterHappy-AnzugtraegerInnen-94913726-AS-pressmasterpressmaster – stock.adobe.com
Assekuranz

Versicherer sehen Zukunft mit verhaltenem Optimismus

Bei den Versicherern in Deutschland herrscht mehrheitlich gute Stimmung. Ursachen für die Zuversicht: weniger Schäden und Leistungsfälle. Zudem haben viele Unternehmen den Lockdown für die Digitalisierung ihres Geschäfts genutzt. Darüber hinaus erwartet die Mehrheit der Versicherer Nachholeffekte. D

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht