Anlässlich der Berichterstattung im ZDF-Magazin „Frontal 21“ fasst der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die vorhandenen Fakten zur Berufsunfähigkeitsversicherung zusammen.
Fakt 1: hohe Leistungsquote
Über 77 Prozent der Leistungsanträge bewilligen die Versicherer, während in der Gesetzlichen Rentenversicherung nur jedem zweiten Antrag auf Erwerbsminderung stattgegeben wird, in der gesetzlichen Unfallversicherung ist es nur rund jeder Vierte.
7.551 Euro beträgt die durchschnittlich ausgezahlte Berufsunfähigkeitsrente, die durchschnittlich versicherte Jahresrente bei Hauptversicherungen sogar 12.016 Euro.
Fakt 2: geringe Beschwerde- und Gutachtenquote
In den meisten Fällen erhalten Versicherte ihre Leistungen ohne Prüfung. Ein Gutachten beauftragen die Versicherer in knapp sechs Prozent aller Fälle, wovon wiederum in rund 60 Prozent der Fälle dann im Sinne der Versicherten entschieden und Leistungen gezahlt werden.
Die Prozessquote im Zeitraum von 2007 bis 2012 liegt bei rund zwei Prozent. Neuere Zahlen sind derzeit nicht verfügbar.
Fakt 3: Dreiviertel aller Kunden aufgenommen
Von allen Anträgen auf Berufsunfähigkeitsschutz gibt es für lediglich 4 Prozent kein Versicherungsangebot. In 3 Prozent der Fälle wird ein Zuschlag auf die Prämie erhoben. Der Versicherer schließt bei 12 Prozent bestimmte Leistungsfälle von der Leistungspflicht aus. Weil sich Interessenten nicht mehr gemeldet haben, kam es bei 5 Prozent nicht zum Abschluss.
Fakt 4: BU-Policen nicht unnötig kompliziert
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein sehr individuelles Produkt. Da die BU über einen langen Zeitraum absichern soll, nutzen die Versicherungsbedingungen übergreifende Formulierungen und Beschreibungen. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) stehen unter ständiger externer Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Jede zweite von der Stiftung Wartentest überprüfte Police schnitt im Jahr 2015 mit „sehr gut“ ab.
Fakt 5: Hohe Verbreitung der BU
Ungefähr 4,47 Millionen Hauptversicherungen sowie 12,3 Millionen Zusatzversicherungen gab es im vergangenen Jahr. 30 Prozent der Erwerbstätigen-Haushalte haben laut Statistischem Bundesamt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bild: © endostock / fotolia.com
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