Jeder Achte bereits Opfer von Identitätsmissbrauch

Veröffentlichung: 18.07.2018, 05:07 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Wie intensiv wird das Internet inzwischen beispielsweise für Einkäufe und Banking genutzt? Wie gehen die Nutzer mit Fragen der Sicherheit um? Das Marktforschungsinstitut forsa hat dies in einer exklusiven Studie zum Online-Verhalten von Verbrauchern für den Schufa Kredit-Kompass 2018 ermittelt.

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Dabei wurde deutlich, dass das Internet für Verbraucher in Deutschland aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. 89 Prozent der Befragten nutzen das Internet demnach täglich für private Zwecke, die Mehrheit auch für Online-Shopping und Online-Banking (80 Prozent beziehungsweise 75 Prozent).

Beliebteste Bezahlverfahren

Bei den beliebtesten Bezahlverfahren liegt der verbraucherfreundliche Kauf auf Rechnung nach wie vor auf Platz eins: 71 Prozent der Online-Shopper lassen sich die Waren erst einmal nach Hause liefern, prüfen und wählen aus und zahlen dann komfortabel per Rechnung. Darüber hinaus nutzen 66 Prozent PayPal, 49 Prozent zahlen per Kreditkarte und 41 Prozent per Lastschrift.

Sogar finanzieller Schaden durch Identitätsmissbrauch

Rund ein Drittel der Befragten gibt an, dass sie jemanden in der Familie oder im Freundes- oder Bekanntenkreis haben, der bereits Opfer von Identitätsmissbrauch geworden ist. Zwölf Prozent der Befragten gaben sogar an, selbst bereits Opfer geworden zu sein, da jemand zum Beispiel in ihrem Namen eingekauft oder ihre Konto- oder Kreditkartendaten angegeben hat.

81 Prozent der Befragten dieser Gruppe gaben an, dass sie erheblichen Aufwand betreiben mussten, um die Angelegenheit zu klären. 10 Prozent der Betroffenen berichteten, dass ihnen durch den Identitätsmissbrauch auch ein finanzieller Schaden entstanden sei.

Verbraucher offen für Angebote zum Schutz vor Identitätsmissbrauch

63 Prozent der Befragten geben an, sich gut über die Gefahren einer möglichen missbräuchlichen Nutzung ihrer Daten im Internet informiert zu fühlen.

Prof. Manfred Güllner, forsa-Geschäftsführer, dazu:

„Als Konsequenz trifft die große Mehrheit Schutzvorkehrungen. Sie achten zum Beispiel bei E-Mails auf verdächtige Absender und Anhänge und öffnen dieses gegebenenfalls nicht. Auch das regelmäßige Überprüfen des Kontos auf verdächtige Bewegungen gehört dazu. 77 Prozent der Befragten geben an, sparsam mit den Informationen zu sein, die sie im Internet angeben.“

43 Prozent der Befragten meinen beim Thema Datensicherheit, dass jeder selbst für die Sicherheit seiner Daten verantwortlich sei. Um diese sicherzustellen, würde die Mehrheit der Befragten (52 Prozent) auch Angebote von Unternehmen zum Schutz der persönlichen Daten nutzen, wie die forsa-Befragung zeigt.

Bild: © fotofabrika / fotolia.com

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