TK Gesundheitsreport: 77 Millionen erkrankungsbedingte Fehltage

Veröffentlichung: 10.07.2018, 05:07 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Allein im vergangenen Jahr wurden unter Erwerbspersonen mit Versicherung bei der Techniker Krankenkasse 77 Millionen erkrankungsbedingte Fehltage erfasst. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport „Fit oder fertig? Erwerbsbiografien in Deutschland“ der Techniker Krankenkasse hervor.

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Mehr als die Hälfte der Frauen und fast die Hälfte der Männer war innerhalb des Jahres 2017 von mindestens einer Arbeitsunfähigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil damit leicht gesunken.

Weniger AU-Fälle

Die Zahl der gemeldeten AU-Fälle erreichte 2017 bei einem Rückgang um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen etwas niedrigeren Wert.

Für die Gesamtgruppe der Erwerbspersonen im Jahr 2017 ergeben sich durchschnittlich 15,1 Fehltage je Versicherungsjahr. Dies entspricht einem Krankenstand von 4,14 Prozent. Damit ist die Zahl der gemeldeten Fehltage im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken.

Der Rückgang der effektiv gemeldeten Fehlzeiten im Jahr 2017 resultierte in erster Linie aus einem Rückgang der Zahl der gemeldeten Arbeitsunfähigkeitsfälle um 3,0 Prozent.

Eine einzelne Krankschreibung war dagegen 2017 mit durchschnittlich 12,9 AU-Tagen je AU-Fall im Mittel gut 0,29 Tage länger als 2016, was einem Anstieg der durchschnittlichen fallbezogenen AU-Dauer um 2,3 Prozent entspricht.

Arbeitsunfähigkeit nach Bundesländern

Die wenigsten AU-Tage je Versicherungsjahr gab es mit 12,4 Tagen in Baden-Württemberg, die meisten in Mecklenburg-Vorpommern mit 19,5 AU-Tagen.

Häufigste AU-Ursachen

Auch im Jahr 2017 wurden die meisten wegen „Erkrankungen des Bewegungsapparats“ krankgeschrieben – bei einer durchschnittlichen Erwerbsperson in der Techniker waren es bei 365 Versicherungstagen im vergangenen Jahr durchschnittlich knapp drei Tage.

Bei Männern folgten dann in absteigender Reihenfolge „Psychische Störungen“, „Krankheiten des Atmungssystems“, und „Verletzungen“. Bei Frauen führten demgegenüber 2017 „Psychische Störungen“ zu den meisten gemeldeten Erkrankungstagen. Mit absteigender Bedeutung folgten „Krankheiten des Bewegungsapparats“ und „Krankheiten des Atmungssystems“.

Bild: © rangizzz / fotolia.com

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