Bündnis 90/Die Grünen: Neue Regeln bei Run-off-Geschäften
Die Bundesregierung teilte auf eine kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen mit, dass sie momentan keine strengeren Regeln bei externen Run-offs bei Versicherungsbeständen plant. Dies sieht Gerhard Schick von den Grünen laut der Süddeutschen Zeitung allerdings anders.
Seiner Meinung nach müssen Lebensversicherungskunden geschützt werden, denn er glaubt nicht, dass diese Verkäufe an Unternehmen außerhalb des Konzerns keine negativen Folgen für die Kunden haben werden. Deswegen sind strengere Regeln notwendig.
Gerhard Schick dazu:
"Welches Interesse hat beispielsweise eine Plattform über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, ihre Kunden an den Überschüssen zu beteiligen oder den Service wie im bisherigen Maß zu erhalten? Auch die Stabilität durch eine bisherige Konzernmutter würde in einigen Fällen auf einmal fehlen."
Christine Lambrecht von der SPD und Parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium verweist hierbei etwa auf die zahlreichen Kontrollen der BaFin sowohl bei externen Run-offs als auch bei bestehenden Lebensversicherern. Ihrer Aussage nach wäre es auch für die Run-off-Plattformen wichtig, ihre gute Reputation zu erhalten, um weitere Bestände kaufen zu können.
Gerhard Schick ist enttäuscht und überrascht:
"Mich überrascht das durchweg positive Bild, welches die Bundesregierung auf einmal von externen Run-offs zeichnet."
Seiner Meinung nach werden beim nächsten großen Run-off die „Wehklagen von vorne“ beginnen.
Bild: © ra2 studio / fotolia.com
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