Ohne Elementar wird’s teuer

Veröffentlichung: 22.03.2018, 06:03 Uhr - Lesezeit 7 Minuten

In Europa wurden 2017 zwei Ereignisse mit Milliardenschäden für die Gesamtwirtschaft verzeichnet: erstens der Wintereinbruch Mitte April, der einen Gesamtschaden von 3,6 Milliarden Dollar (3,3 Mrd. Euro) verursachte. Davon waren nur 650 Millionen Dollar (600 Mio. Euro) versichert. Und zweitens die Trockenheit und Dürre in weiten Teilen Süd- und Südosteuropas. Hier belief sich der Gesamtschaden auf 3,8 Milliarden Dollar (3,5 Mrd. Euro).

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2 Milliarden Euro für Sturm- und Starkregenschäden

Auch in Deutschland ging es 2017 stürmisch her: zahlreiche Glätte-Unfälle zum Jahresstart, Frost an Ostern, Überschwemmungen im Sommer – und die Herbststürme „Herwart“ und „Xavier“ zogen Schneisen der Verwüstung durchs Land. In Deutschland, Polen und Tschechien zusammen verursachten sie über 800 Millionen Euro an volkswirtschaftlichen Gesamtschäden – nur 600 Millionen waren versichert. Die versicherten Sachschäden (Stürme, Hagel und Starkregen) an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben belaufen sich nach vorläufigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf 2 Milliarden Euro. Allein auf die Unwetterserie zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2017 mit „Paul“ und „Rasmund“ entfallen Sachschäden von rund 300 Millionen Euro.

Und Starkregenschäden in Berlin und Brandenburg schlagen mit 60 Millionen Euro zu Buche. Regionale Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen innerhalb kürzester Zeit sind inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr: In der Hauptstadt waren es Ende Juni 2017 innerhalb von 24 Stunden 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Vergleich: Deutschlandweit sind es im Schnitt 800 Liter pro Quadratmeter – im Jahr.

Christian Oeßwein, Spartenverantwortlicher Sach der Janitos, warnt:

cms.ljeox.x Christian Oeßwein, Spartenverantwortlicher Sach, Janitos Versicherung AG

„Die Zahlen belegen deutlich, dass schon regional begrenzte Unwetter hohe Schäden verursachen können. Und die Folgen können jeden treffen. Doch erst nach solchen Unwettern wird vielen klar, dass ihr Versicherungsschutz nicht ausreicht.“

Nur 40 Prozent sind versichert

Ist die GDV-Naturgefahrenbilanz 2017 mit erneut 2 Milliarden Euro Versicherungsleistung auch unterdurchschnittlich ausgefallen, so haben die Winterstürme „Burglind“ und „Friederike“ sowie erste Hochwasser zu Beginn 2018 gezeigt, dass das letzte Jahr nur eine Atempause gewesen ist. Auch Klimaforscher bestätigen: Das Risiko extremer Niederschläge und Sturzfluten steigt, denn die globale Erwärmung führt dazu, dass die Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann. Außerdem zeigt auch eine Analyse der weltweiten Wetterdaten: Seit 1990 ist die Zahl extremer Niederschläge signifikant gestiegen – und es ist damit zu rechnen, dass extreme Regenfälle weiter zunehmen. In Deutschland war das deutlich zu spüren.

Und obwohl 99 Prozent der Gebäude nach GDV-Angaben versicherbar sind, waren im März 2017 nur 40 Prozent gegen Elementarschäden wie etwa Hochwasser oder Überschwemmung versichert – allerdings mit steigender Tendenz. Im Vorjahr waren es nur 37 Prozent. Besonders hoch fällt die Versicherungsdichte in Baden-Württemberg aus. Der Grund: Hier war es früher Pflicht, gegen Elementarschäden versichert zu sein. Auch in den neuen Bundesländern ist die Versicherungsdichte im Schnitt etwas höher, da in der Wohngebäudeversicherung in der DDR auch Elementarschäden versichert waren.

72 Prozent der Deutschen fürchten Wetterextreme

Der „IFAT Environment Index 2018“ hat kürzlich ergeben, dass sich eine Mehrheit der Bundesbürger sehr wohl der Gefahren bewusst ist, die von Extremwetterereignissen ausgehen. Ganze 72 Prozent fürchten sich davor, Opfer zu werden. In stärker gefährdeten Gegenden werden Küchen beispielsweise schon in höher gelegene Stockwerke eingebaut, da die Gefahr zu hoch ist, teure Einrichtungsgegenstände alle paar Jahre ersetzen zu müssen. Hausrat und Wohngebäude inklusive eines Elementarschutzes erweisen sich folglich als tatsächlich notwendig. Die Frage, die bleibt, ist: Warum sind dann nur 40 Prozent versichert?

Christian Oeßwein unterstreicht:

„Viele wissen einfach nicht, dass ihnen der Zusatzbaustein der erweiterten Naturgefahrenversicherung in ihrer bestehenden Versicherung fehlt.

Die Bundesländer zahlen zukünftig keine staatlichen Soforthilfen mehr aus, um Schäden an versicherbarem Privateigentum zu beseitigen. Diese soll es nur noch geben, wenn Betroffene nachweisen, dass sie sich erfolglos um eine Versicherung bemüht haben. Vermittler haben die Aufgabe, ihre Kunden über den Elementarschutz zu informieren, denn es stehen Existenzen auf dem Spiel.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, allen Kunden einen ausreichenden Schutz zu einem attraktiven Preis zu bieten. Deshalb gewähren wir für unsere Hausrat- und Wohngebäudeversicherung bei Neuabschluss mit Elementarschäden auf den gesamten Vertrag einen dauerhaften Nachlass von 10 bis 15 Prozent. Die Elementarschaden-Aktion gilt bis 1. April 2018.“

Janitos Versicherung AG; Mail: versicherung@janitos.de

Bilder: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com (2) © Janitos Versicherung AG (3-4) © experten-netzwerk GmbH

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