Letztes Jahr haben die DAX-Unternehmen gute Erträge eingefahren, was sich auch in der Vergütung ihrer Vorstände widerspiegelt. Im Schnitt haben die DAX-Chefs 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr verdient. Das geht aus der Willis-Towers-Watson-Studie „Vorstandsvergütung im DAX 2017“ hervor.
Dabei ist die erwartete durchschnittliche Direktvergütung von 5,57 auf 5,95 Millionen Euro gestiegen. Bis zum Stichtag 15. März haben 22 Unternehmen ihre Vergütungsdaten veröffentlicht.
Frank Hoyck, Leiter Talent & Rewards bei Willis Towers Watson, dazu:
„Auch wenn dieser Zuwachs deutlich ausfällt, ist er im Vergleich zu den Ertragsentwicklungen der Unternehmen insgesamt als moderat einzustufen.“
Das durchschnittliche Unternehmensergebnis (EBIT) der DAX-Unternehmen erhöhte sich 2017 um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wie im Vorjahr verdiente Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender von SAP, mit rund 11,0 Millionen Euro am meisten. Unter die Top 3 kommen außerdem Matthias Müller von Volkswagen und Dieter Zetsche von Daimler. Mit rund 6,0 Millionen Euro lag Beiersdorf-CEO Stefan F. Heidenreich etwa im Durchschnitt. Am unteren Ende der Spanne landete Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, mit rund 2,5 Millionen Euro.
Die DAX-Spitzenverdiener liegen weiterhin unter dem Direktvergütungsniveau ihrer Kollegen in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Bei den Gehältern der Vorstandsmitglieder herrscht Gleichberechtigung: Frauen verdienen hier genauso viel wie ihre männlichen Kollegen. Allerdings sind sie noch klar in der Minderheit.
Frank Hoyck erläutert:
„In sämtlichen DAX-Vorständen ist der prozentuale Anteil der Frauen mit 13,4 Prozent moderat gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 11,5 Prozent.“
Weiblich besetzt sind die Vorstände von 21 DAX-Unternehmen, einen weiblichen CEO gibt es jedoch bislang in keinem DAX-Unternehmen.
Bild: © Viacheslav Iakobchuk / fotolia.com
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