6,8 Prozent für DAX-Chefs

Veröffentlichung: 20.03.2018, 06:03 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Letztes Jahr haben die DAX-Unternehmen gute Erträge eingefahren, was sich auch in der Vergütung ihrer Vorstände widerspiegelt. Im Schnitt haben die DAX-Chefs 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr verdient. Das geht aus der Willis-Towers-Watson-Studie „Vorstandsvergütung im DAX 2017“ hervor.

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Dabei ist die erwartete durchschnittliche Direktvergütung von 5,57 auf 5,95 Millionen Euro gestiegen. Bis zum Stichtag 15. März haben 22 Unternehmen ihre Vergütungsdaten veröffentlicht.

Frank Hoyck, Leiter Talent & Rewards bei Willis Towers Watson, dazu:

„Auch wenn dieser Zuwachs deutlich ausfällt, ist er im Vergleich zu den Ertragsentwicklungen der Unternehmen insgesamt als moderat einzustufen.“

Das durchschnittliche Unternehmensergebnis (EBIT) der DAX-Unternehmen erhöhte sich 2017 um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wie im Vorjahr verdiente Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender von SAP, mit rund 11,0 Millionen Euro am meisten. Unter die Top 3 kommen außerdem Matthias Müller von Volkswagen und Dieter Zetsche von Daimler. Mit rund 6,0 Millionen Euro lag Beiersdorf-CEO Stefan F. Heidenreich etwa im Durchschnitt. Am unteren Ende der Spanne landete Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, mit rund 2,5 Millionen Euro.

Die DAX-Spitzenverdiener liegen weiterhin unter dem Direktvergütungsniveau ihrer Kollegen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Bei den Gehältern der Vorstandsmitglieder herrscht Gleichberechtigung: Frauen verdienen hier genauso viel wie ihre männlichen Kollegen. Allerdings sind sie noch klar in der Minderheit.

Frank Hoyck erläutert:

„In sämtlichen DAX-Vorständen ist der prozentuale Anteil der Frauen mit 13,4 Prozent moderat gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 11,5 Prozent.“

Weiblich besetzt sind die Vorstände von 21 DAX-Unternehmen, einen weiblichen CEO gibt es jedoch bislang in keinem DAX-Unternehmen.

Bild: © Viacheslav Iakobchuk / fotolia.com

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