Unfallzahlen im Skisport konstant
Auch wenn die Gesamtzahl aller verletzten Skifahrer in der Saison 2016/17 mit hochgerechnet etwa 41.000 bis 43.000 leicht angestiegen sind, bleiben die Unfallzahlen im Skisport seit sieben Saisons auf recht konstantem, niedrigem Niveau. Das ergibt ein Bericht der Auswertungsstelle für Skiunfälle.
Die erhobenen Daten sind Grundlage für die Erarbeitung von Sicherheitsmaßnahmen für die gesamte „Skisportgemeinde“ und helfen so dabei, das Risiko für Verletzungen im Skisport weiter zu senken.
Zahl der stationär behandelten Skifahrer
In der aktuellen Saison wurden 1,68 von 1.000 Skifahrer aufgrund eines Skiunfalls stationär im Krankenhaus behandelt. Im Vergleich zur Vorsaison sinkt diese Zahl leicht. Hochgerechnet ergeben sich 7.000 bis 7.100 stationär behandelte Skifahrer.
David Schulz, Leiter der Auswertungsstelle für Skiunfälle, dazu:
„Der stationäre Aufenthalt in einem Krankenhaus ist ein Indikator für deren Schwere der vorliegenden Verletzung. Der Vergleich mit vorangegangenen Skisaisons macht deutlich, dass die Zahl der stationär behandelten verletzten Skifahrer sinkt. Ursache hierfür sind neben der geringeren Zahl an Skiverletzungen auch höhere Sicherheitsstandards und veränderte Behandlungsmethoden.“
Neureuthers Kreuzbandriss kein Einzelfall
Aufgrund eines Kreuzbandrisses kann Slalomfahrer Felix Neureuther nicht an den XXIII. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen. Wie die Auswertung zeigt, ist er mit seiner Knieverletzung kein Einzelfall. Denn im Vergleich zur Saison 2015/16 sind mit 2,77 je 1.000 Skifahrer mehr Knieverletzungen zu verzeichnen. Der Anteil der Knieverletzungen steigt somit nochmals an und beträgt jetzt 31,6 Prozent. Das Knie ist somit der verletzungsanfälligste Körperteil auf unseren Pisten; gefolgt von Schulter (20,2 Prozent) und Kopf (11,0 Prozent). Auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht besteht, sollte jeder Ski- oder Snowboardfahrer über eine solche Kopfbedeckung verfügen.
Die Knie sind bei Verletzungen am häufigsten betroffen.Kollision als häufige Unfallursache
Das Risiko für Kollisionsunfälle steigt in der Saison 2016/17 leicht von 1,13 auf 1,15 je 1.000 Skifahrer an. Nach wie vor werden über 15 Prozent aller Verletzungen durch Kollisionen verursacht. Kollisionen sind also nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen.
Bilder: (1) © Up-Free / pixabay.com (2) © ARAG SE
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