Die Rente ist sicher – oder auch nicht …

Veröffentlichung: 22.01.2018, 09:01 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Deutschen haben wieder mehr Zuversicht zur Altersvorsorge – das zeigt die Umfrage zum DIA-Deutschland-Trend Vorsorge, die einmal jährlich die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt. Die Erhebung im Dezember 2017 zeigte im Vergleich zum Vorjahr ein anwachsendes Vertrauen. In den Vorjahren war ein erheblicher Einbruch in alle drei Säulen der Altersvorsorge festgestellt worden.

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In der Umfrage gaben die befragten Personen auf einer Skala von 0 (völlig unsicher) bis 10 (ganz sicher) ihre Einschätzung für die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersversorgung und die private Altersvorsorge ab. Die Mittelwerte reichen von 5,7 (gesetzliche Rente und betriebliche Altersversorgung) bis 5,9 (private Vorsorge). Damit liegt das Vertrauen wieder leicht im positiven Bereich. Im Jahr 2016 war die gesetzliche Rente auf den tiefsten Wert (4,1) gefallen, der seit 2010 mit dem DIA-Deutschland-Trend gemessen worden war.

Lebensstandard im Alter

Der Anteil der Befragten, die mit einer Absenkung des Lebensstandards im Alter rechnen, ist auf 65 Prozent gesunken (2016: 76 Prozent). 26 Prozent gehen davon aus, dass sie den bisherigen Standard auch in der Rentenzeit halten können (2016: 19 Prozent). Ein knappes Zehntel erwartet sogar einen mehr oder weniger verbesserten Lebensstandard im Alter.

36 Prozent geben an, bereits ausreichend fürs Alter vorgesorgt zu haben. 2016 (30 Prozent). 35 Prozent der Befragten halten ihre bisherige Vorsorge noch nicht für ausreichend, wollen aber in den nächsten zwölf Monaten mehr unternehmen (2016: 27 Prozent). 30 Prozent schätzten die vorhandene Vorsorge als ungenügend ein, können oder wollen sie aber dennoch in den kommenden zwölf Monaten nicht ausbauen. Im Jahr 2016 waren das immerhin noch 43 Prozent.

Über die Studie

Die Umfrage wurde im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) von INSA Consulere als Online-Befragung durchgeführt. Teilgenommen haben 1.039 erwerbsfähige Personen im Alter von 18 und 64 Jahren. Zeitraum der Befragung: 8. bis 12. Dezember 2017.

Bild: © luismolinero / fotolia.com

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