Kinderlosigkeit in Deutschland nicht weiter gestiegen
Verbesserte Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie führten unter anderem dazu, dass die endgültige Kinderlosenquote in Deutschland in den letzten Jahren nicht weiter angestiegen ist - nachdem sie zuvor kontinuierlich zugenommen hat und sich von 11 Prozent bei Frauen des Jahrgangs 1937 bis auf 21 Prozent der im Jahre 1967 geborenen nahezu verdoppelt hatte.
Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Pressekonferenz „Kinderlosigkeit, Geburten und Familien“ Ende Juli in Berlin mitteilte, hat sich die Kinderlosigkeit bei den in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahrgängen nunmehr stabilisiert. Dr. Georg Thiel, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, wies dabei auf eine besondere Entwicklung hin:
„Der langjährige Trend zur höheren Kinderlosigkeit ist offenbar gestoppt. Bei den akademisch gebildeten Frauen ist die Kinderlosigkeit in den letzten Jahren sogar zurückgegangen.“
Die Stabilisierung der Kinderlosenquote ist aber nicht nur eine Folge der Zuwanderung. Auch bei den in Deutschland geborenen Frauen zeigt sie sich. Dazu hat vor allem der Ausbau der Kinderbetreuung beigetragen, wie die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern in den vergangenen acht Jahren ebenso bestätigt.
Bild: © PublicDomainPictures / pixabay.com
Themen:
LESEN SIE AUCH
100 plus: Zahl der Hochbetagten auf Höchststand
Covid-19-Pandemie trifft Autobranche in Deutschland stark
Die Arbeitszeitwünsche der Deutschen
Lebenserwartung blieb 2015/2017 nahezu unverändert
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Der digitale Führerschein: Ambition trifft auf Realität
Elterngeldbezug rückläufig – Geburtenrückgang und ökonomische Unsicherheiten als zentrale Einflussfaktoren
Haushaltspaket treibt Bundesanleihen in die Höhe
Weniger Niedriglöhne, kleineres Lohngefälle – Deutschland verdient besser
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.














