Lebst Du noch, oder wohnst Du schon?

Veröffentlichung: 19.08.2016, 06:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Seit 2010 sind die Mieten um 10,2 Prozent gestiegen und die durchschnittlichen Einkommen verzeichnen eine Erhöhung um 11,5 Prozent im Durchschnitt, so das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). In Teilen Deutschlands wird Mieten also relativ gesehen günstiger, nicht teurer.

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Wer 25 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Miete ausgibt, bekommt durchschnittlich 94 Quadratmeter Wohnfläche. Das sind zwei Quadratmeter mehr als vor sechs Jahren. Selbst in München und Frankfurt können sich Mieter mit durchschnittlich 70 Quadratmetern größere Wohnungen für den gleichen Anteil ihres Einkommens leisten. In München legte die Wohnfläche um einen Quadratmeter zu, in Frankfurt um drei. Am meisten Raum können sich Mieter im Landkreis Dingolfing-Landau leisten.

Hier reicht ein Viertel des Durchschnittseinkommens für 125 Quadratmeter. Schlusslichter sind die Studentenstädte Trier, Freiburg, Heidelberg und Würzburg mit nur 60 Quadratmetern. In der Breite bleiben die Mieten in Deutschland stabil, oder werden relativ zum Einkommen sogar günstiger. Die enormen Mietsteigerungen konzentrieren sich auf wenige Orte, wie zum Beispiel Berlin. In der Hauptstadt sind die Mieten seit 2010 um 26 Prozent gestiegen. Hintergrund ist der starke Zustrom, Berlin ist in den vergangenen sechs Jahren um 240.000 Einwohner gewachsen. Da ihre Kaufkraft nicht im selben Maße stieg wie die Preise, können sich Mieter weniger Wohnraum leisten – durchschnittlich 68 Quadratmeter. Das ist ein Minus von einem Quadratmeter.

Ähnliche Entwicklungen gibt es in Stuttgart und Dortmund. Das IW Köln vertritt die Ansicht, dass trotz steigender Mieten es in der Breite keinen allgemeinen Mangel an bezahlbarem Wohnraum gibt. Die Politik sei gefordert, gezielt zu handeln, statt mit flächendeckenden Programmen einzugreifen. Ein Beispiel dafür ist, die soziale Wohnraumförderung nur an bestimmten Standorten einzusetzen und dafür zu sorgen, dass die infrastrukturelle Versorgung der ländlichen Räume verbessert wird.

Bild: © Aurelio / fotolia.com

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