Sorgenkind: Altersvorsorge

Veröffentlichung: 17.08.2016, 07:08 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Eine aktuelle TNS Infratest Blickpunktstudie zeichnet kein optimistisches Bild. War die Mehrheit der Bevölkerung, immerhin 54 Prozent noch überzeugt, im Alter finanziell gut auszukommen, teilen diesen Optimismus gerade noch 41 Prozent. Im Vergleich zu den Jahren 2014 und 2012 ergab die Studie eine deutlich kritischere Einschätzung des später erwarteten Alterseinkommens.

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Vielen der Befragten ist jedoch bewusst, dass ihre bisherigen Vorkehrungen nicht ausreichen werden. Die Problematik rückt zunehmend in das Bewusstsein und verändert die Haltung zur Altersvorsorge. Wurde private Altersvorsorge häufig auf die lange Bank geschoben, ist heute mit 23 Prozent ein doch höherer Bevölkerungsanteil entschlossen, in diesem oder spätestens im nächsten Jahr die Verbesserung der eigenen finanziellen Altersvorsorge in die Tat umzusetzen.

Manfred Kreileder, Versicherungsexperte bei TNS Infratest, äußert sich dazu jedoch kritisch:

„Bedauerlicherweise hat sich in den letzten Jahren die Lücke zwischen dem, was die Deutschen selbst als nötigen Vorsorgeaufwand einschätzen und dem, was sie aktuell tatsächlich dafür aufbringen, im Vergleich zu 2014 um weitere 36 Prozent auf jetzt 120 € pro Monat vergrößert.“

Die Deutschen setzten bei der Altersvorsorge vor allem auf die Sicherheit der Anlage. Entsprechend stehen private Lebens- und Rentenversicherungen bei den Planungen - trotz deutlicher Einbußen vor allem für Riesterverträge - weiterhin auf Platz eins. Immobilien sind ebenfalls für viele eine geeignete Vorsorgemöglichkeit.

Für die repräsentative Studie wurden 1.376 Deutsche im Alter von 18 bis 65 Jahren im Zeitraum vom 28.04. bis zum 31.05.2016 persönlich-mündlich befragt.

Bild: © Marijus / fotolia.com

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