Fast jeder Zweite könnte weitgehend auf Bargeld verzichten

Veröffentlichung: 09.08.2016, 15:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat, offenbart: Ein Leben ganz ohne Geldscheine und Münzen ist für immer mehr Menschen denkbar. So ist innerhalb von nur einem Jahr die Akzeptanz der Bundesbürger für einen bargeldlosen Alltag deutlich gestiegen. Ob an der Kasse im Supermarkt, beim Bäcker oder im Café – bereits heute bezahlen neun von zehn Deutschen immer häufiger bargeldlos.

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Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) kann sich vorstellen, zukünftig in nahezu allen Alltagssituationen fast ausschließlich bargeldlos zu bezahlen. Noch vor einem Jahr war es erst ein gutes Drittel (36 Prozent). Besonders offen für einen komplett bargeldlosen Alltag sind die 30- bis 49-Jährigen. 53 Prozent dieser Gruppe können sich bereits vorstellen, weitgehend auf Scheine und Münzen zu verzichten. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 45 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 46 Prozent und bei den Befragten ab 65 Jahren 39 Prozent.

„Bargeldlose Bezahlverfahren sind komfortabler und sicherer, deshalb werden sie das Bargeld auf mittlere Sicht ersetzen“,

sagt der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder. Gerade das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone habe großes Potenzial. Dabei hält der Kunde sein Gerät kurz vor ein entsprechend ausgerüstetes Lesegerät, um eine Rechnung zu begleichen. Abgerechnet wird in der Regel über eine Kreditkarte.

Rohleder: „Mobile Payment ist praktisch und erleichtert den Überblick über die eigenen Finanzen, etwa mithilfe einer App, die automatisch ein Haushaltsbuch führt.“

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone per NFC-Technologie ist in zahlreichen Discountern, Supermärkten und Tankstellen möglich. Voraussetzung ist, dass das Handy mit dem NFC-Chip ausgestattet ist und man eine entsprechende App installiert hat.

Unter den bargeldlosen Verfahren ist die Girocard mit 82 Prozent das meistgenutzte Mittel, gefolgt von der Kreditkarte mit 36 Prozent. 13 Prozent nutzen zudem mobile Bezahldienste, also neben dem kontaktlosen Bezahlen per NFC-fähiger Karte oder Smartphone zum Beispiel die Zahlung per SMS, MMS oder QR-Code.

Bild: © zinkevych / fotolia.com

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