Immer mehr Normalverdienende

Veröffentlichung: 25.07.2016, 05:07 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die Zahl der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis erhöhte sich 2015 um rund 317 000 Personen auf 24,8 Millionen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, stieg im Vergleich zum Vorjahr der Anteil der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen an allen Kernerwerbstätigen auf 68,7 Prozent (2014: 68,3 Prozent). Die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses nimmt bereits seit einigen Jahren wieder zu, 2006 hatte der Anteil noch bei 65,4 Prozent gelegen.

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Team-arbeitet-Chef-guckt-82652610-FO-mangostockTeam-arbeitet-Chef-guckt-82652610-FO-mangostock© mangostock / fotolia.com

Die Kernerwerbstätigen umfassen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Enthalten sind dabei neben den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern auch atypisch Beschäftigte, Selbstständige und mithelfende Familienmitglieder. Die Zahl der Kernerwerbstätigen stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf 36,2 Millionen Personen.

Zu den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, die eine wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden umfasst und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt wird.

Der Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen ist weiterhin vor allem durch den Zuwachs bei der Teilzeitbeschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von über 20 Stunden begründet. Ihre Zahl erhöhte sich 2015 im Vorjahresvergleich um 5,7 Prozent auf 3,4 Millionen Personen. Die Zahl der Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer in Vollzeitbeschäftigung stieg um rund 0,6 Prozent auf 21,4 Millionen Personen an.

Die Zahl der atypisch Beschäftigten ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 28 000 Personen auf 7,5 Millionen leicht angestiegen. Ihr Anteil an den Kernerwerbstätigen blieb allerdings nahezu konstant bei 20,8 Prozent (2014: 20,9 Prozent). Bei den Frauen lag der Anteil atypisch Beschäftigter mit 31,2 Prozent nach wie vor deutlich über dem Anteil der Männer (11,7 Prozent).

Zu den atypisch Beschäftigten zählen befristet Beschäftigte (7,0 Prozent aller Kernerwerbstätigen), Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden (13,4 Prozent), geringfügig Beschäftigte (6,5 Prozent) sowie Beschäftigte in Zeitarbeit (1,8 Prozent).

Ausländische Erwerbstätige sind überdurchschnittlich oft atypisch beschäftigt. 2015 waren 29,0 Prozent der Kernerwerbstätigen aus dem Ausland der Europäischen Union (EU) und 34,4 Prozent aus dem Nicht-EU-Ausland atypisch beschäftigt. Von den deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gingen hingegen 19,6 Prozent einer atypischen Beschäftigung nach. Vor allem die Teilzeitbeschäftigung bis zu 20 Wochenstunden sowie die geringfügige Beschäftigung lagen bei Personen aus dem Nicht-EU-Ausland mit 21,9 Prozent und 14,2 Prozent höher als bei Personen aus der EU (15,3 Prozent und 8,6 Prozent) und deutschen Erwerbstätigen (12,8 Prozent und 5,9 Prozent).


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