Kernprobleme der Pensionskassen

Veröffentlichung: 15.07.2016, 05:07 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die VERS Versicherungsberater-Gesellschaft mbH (VERS Berater) in Berlin hat eine Studie zum Thema Pensionskassen veröffentlicht. Sie soll Anregungen geben, wie die zentralen Probleme - Niedrigzinsphase und steigende Lebenserwartung - für die Pensionskassen gelöst werden können.

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Schraubstock-Euro-Muenzen-18878913-FO-janvierSchraubstock-Euro-Muenzen-18878913-FO-janvierjanvier – stock.adobe.com

Aus dem Vorwort: „Immer mehr Pensionskassen geraten angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase in eine Schieflage. Besonders regulierte und von der BaFin kontrollierte Pensionskassen mit einem großen Bestand von Alttarifen und noch hohen Rechnungszinsen von 3,25 bis 4 Prozent sind davon betroffen.

Die ersten privatrechtlichen Pensionskassen – Neue Leben PK und BVV PK – haben bereits die Reißleine gezogen und kürzen bei Alttarifen die aus künftigen Beiträgen erreichbaren Leistungen. Öffentlich-rechtliche und kirchliche Zusatzversorgungskassen wie die VBL und die KZVK senken den Rechnungszins für Neuabschlüsse drastisch bis auf nur noch 0,25 Prozent.

Die vorliegende Studie will die Kernprobleme für Pensionskassen sowie für betroffene Versicherte und Arbeitgeber offenlegen und zur Diskussion darüber anregen, wie die Probleme von sinkendem Rechnungszins und steigender Lebenserwartung in den Griff bekommen werden können.“ Laut Studie gibt es immerhin fast 5 Millionen bAV-Anwartschaften über Pensionskassen.

Fazit der Autoren: „Sowohl für Pflichtversicherungen als auch für freiwillige Versicherungen über Pensionskassen gibt es nur zwei Auswege, um möglichen finanziellen Problemen in der Zukunft zu begegnen. Entweder wird das Leistungsniveau für künftige Beiträge aus Alttarifen (siehe Neue Leben PK und BVV PK) bzw. der Rechnungszins für Neuabschlüsse (siehe VBL und KZVK) gesenkt oder die Beiträge werden erhöht, um ein gleichbleibendes Leistungsniveau zu erhalten.“ Für klassische Versicherungslösungen gebe es keine Lösung - man müsse wohl auf Fondslösungen ausweichen.

Die vollständige Studie gibt es hier.

Bild: © janvier / fotolia.com

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