Fahrräder: Münster Klau-Hochburg Nr. 1

Veröffentlichung: 16.06.2016, 07:06 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit die beste Zeit für Fahrradfahrer. Doch heiß laufen sich nicht nur die Radfahrer selber, sondern ebenso unerwünschte „Trittbrettfahrer“: die Fahrraddiebe. Für sie beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres, zeigt eine Studie des Vergleichsportales billiger.de.

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Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit die beste Zeit für Fahrradfahrer. Doch heiß laufen sich nicht nur die Radfahrer selber, sondern ebenso unerwünschte „Trittbrettfahrer“: die Fahrraddiebe. Für sie beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres, zeigt eine Studie des Vergleichsportales billiger.de.

Fast ein Viertel aller Fahrraddiebstähle entfallen auf nur zwei Sommermonate - Juni und Juli. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 335.174 gestohlene Fahrräder. Alleine 233.444 davon entfallen auf die 160 größten deutschen Städte und Landkreise. Grund genug für das Verbraucherportal für Preisvergleiche, billiger.de (2,98 Mio. Nutzer lt. AGOF 02/2016), sich die Szene in einer Städte-Studie näher anzuschauen. Auffallend: die dürftige Aufklärungsquote. Sie liegt im Schnitt bei gerade einmal dünnen 9,1 Prozent. Das bedeutet: 9 von 10 gestohlenen Fahrrädern bleiben erschwunden.

Dabei ist Fahrraddiebstahl kein Bagatelldelikt und für die Täter äußerst einträglich: Denn der Schaden wird pro Jahr auf 160 Millionen Euro geschätzt. Geld, das die Diebe zum Großteil als Umsatz für sich verbuchen können. Denn Tausende der Räder werden auf dem Schwarzmarkt oder dreist über den normalen Fahrradhandel weiterverkauft – oft in anderen Städten oder Ländern, damit es nicht so auffällt.

Ob Potsdam, Lübeck, Freiburg oder Münster – das Geschäft mit gestohlenen Fahrrädern läuft gut.

Ganz oben im Straftaten-Ranking findet sich Münster mit 1.719 gestohlenen Rädern pro 100.000 Einwohner (absolut: 5.193, plus 670 gegenüber 2014). Immerhin belegt Sachsen-Anhalts Magdeburg deutschlandweit den zweiten Platz der Klau-Hochburgen. So wurden hier 1.514 „Bikes“ je 100.000 Einwohner von Langfingern und organisierten Banden entwendet – so viele wie fast nirgends in Deutschland. Absolut entspricht dies 3.517 entwendeten Rädern. Cottbus belegt den dritten Rang mit 1.502 Diebstählen je 100.000 Einwohner (1.494 absolut). Ebenfalls bei Diebstahls-Hochburgen vorn dabei ist wieder eine ostdeutsche Stadt: Halle an der Saale (1.445 Delikte je 100.000 Einwohner, gesamt Fahrräder: 3.359).

Es folgen Emden (1.376 Delikte je 100.000 Einwohner), Potsdam (1.341 Delikte je 100.000 Einwohner), Landshut (1.308 Delikte je 100.000 EW), Dessau-Roßlau (1.294 Delikte je 100.000 EW), Kiel (1.286 Delikte je 100.000 EW), Oldenburg, Leipzig, Göttingen, Bremen, Delmenhorst, Regensburg, Braunschweig, Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, Aachen, Neumünster, Lübeck, Berlin, Freiburg (Breisgau), Hannover, Speyer, Osnabrück, Bonn und Karlsruhe.


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