Plus auf dem Konto: Gehälter in Deutschland wachsen

Veröffentlichung: 30.09.2015, 06:09 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Grund zur Freude für Belegschaften: 2015 steigen die Löhne und Gehälter in Deutschland um voraussichtlich 2,9 Prozent. Damit wird die erwartete Inflation von 0,6 Prozent deutlich übertroffen. Wie schon im Vorjahr wachsen die Löhne der Beschäftigten stärker als der Verbraucherpreisindex. Zu diesem Ergebnis kommt der Salary Budget Planning Report 2015 von Towers Watson. 

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„Über alle Branchen hinweg erwarten wir eine stabile Zunahme der Löhne und Gehälter im Bereich zwischen 2 und 3 Prozent“ erklärt Paul Fabiszak, Practice Leader Global Data Services bei Towers Watson Deutschland die Situation. „Die größten Zunahmen (je 3 Prozent) sehen wir in der Medienbranche, bei Pharma- und Gesundheitsanbietern und beratenden Dienstleistern. Die geringsten Zuwächse zeichnen sich im Einzelhandel (2 Prozent) sowie im Energie- und Finanzsektor (2,3 Prozent) ab.“

„Innerhalb des Euro-Raums ist die deutsche Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs. Die Arbeitnehmer profitieren von der guten Wirtschaftslage, denn die Unternehmen beurteilen die Situation positiv und sind weiterhin bereit, Gehälter überdurchschnittlich zu erhöhen“, so Fabiszak. „2014 war das BIP-Wachstum in Deutschland mit 1,6 Prozent viermal so stark wie beispielsweise in Frankreich. Auch das hohe Beschäftigungsniveau stärkt die Position der Arbeitnehmer. In den Unternehmen ist der demografische Wandel angekommen: Fachkräfte werden händeringend gesucht.“

Für das kommende Jahr wird eine ähnliche Steigerung der deutschen Löhne erwartet (2016: 3,0 Prozent). Damit setzt sich die stabile Entwicklung der letzten Jahre fort: Schon 2014 bezifferte der Salary Budget Planning Report die Steigerung der Löhne und Gehälter mit 3,0 Prozent. Allerdings dürfte die Inflation 2016 in Deutschland höher ausfallen: Aktuell werden 1,6 Prozent erwartet.

Stabiles Wachstum in Österreich und Europa

Auch für Österreich gibt die Studie eine Zunahme der Gehälter von 2,9 Prozent für 2015 im Vergleich zum Vorjahr an. Dort wird die Inflation mit 1,1 Prozent jedoch etwas höher als in Deutschland erwartet. Mit jeweils 3 Prozent Zuwachs steigen auch in Österreich die Gehälter in der Medienbranche sowie im Pharma- und Gesundheitsbereich am deutlichsten. „In der gesamteuropäischen Perspektive zeigt sich eine Entwicklung im Sinne der Beschäftigten: Die Zunahme der Verbraucherpreisindices bleibt hinter dem Zuwachs der Entlohnung zurück“, kommentiert Fabiszak.

Bild: © Markgraf-Ave / Pixabay.com

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