Jugendliche haben wenig Ahnung von Wirtschaft

Veröffentlichung: 07.08.2018, 05:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Laut der Jugendstudie 2018 des Bankenverbands ist eine deutliche Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland unzufrieden mit der schulischen Bildung zu wirtschaftlichen Themen.

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Demnach sagen 71 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland, dass sie in der Schule „nicht viel“ bis „so gut wie gar nichts“ über Wirtschaft lernen bzw. gelernt haben.

Große Lücken im Wirtschaftswissen

Obwohl sich das Wirtschafts- und Finanzwissen der Jugend seit 2015 leicht verbessert hat, zeigt die repräsentative Umfrage noch weiterhin große Lücken auf: 82 Prozent der Befragten wissen nicht, wie hoch zurzeit ungefähr die Inflationsrate in Deutschland ist. 53 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen können nicht erklären, was „Rendite“ bedeutet. 67 Prozent geben an, keine Ahnung davon zu haben, was an der Börse passiert. Wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen

84 Prozent der jungen Leute wünschen sich mehr Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge in der Schule. Zwei Drittel fordern sogar die Einführung eines eigenen Unterrichtsfachs, denn dies gibt es nicht in allen Bundesländern.

Junge Leute kommen mit ihrem Geld aus

42 Prozent bleibt nach eigenen Angaben regelmäßig etwas übrig. Fast die Hälfte (48 Prozent) der jungen Leute spart regelmäßig. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt bei den 14- bis 17-Jährigen bei 83 Euro, bei den 18- bis 24-Jährigen über 200 Euro.

Allerdings sagen nur 8 Prozent der Befragten, dass sie überhaupt Schulden haben. Dabei haben sich die meisten bei ihren Eltern, Verwandten oder bei Freunden geringere Geldbeträge geliehen. Gegenüber Banken haben Jugendliche meist eine positive Einstellung, sie haben aber auch hohe Erwartungen.

Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, dazu:

"Die jungen Menschen legen bei der Wahl ihrer Bank großen Wert auf eine sichere Geld- und Sparanlage, ein günstiges Konto und – inzwischen für zwei Drittel sogar „sehr wichtig“ – auf sicheres Online-Banking.

Wir wissen auch aus anderen Umfragen, dass Banken in Bezug auf Datenschutz ein besonderes Vertrauen zukommt. Dieses Vertrauen ist für uns auch eine große Verantwortung, mit den Daten der jungen Kunden sorgsam umzugehen.“

Bild: © olly / fotolia.com

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