14. BIKO in Berlin - Innovation in der Versicherungswirtschaft
Mehr als 300 Bildungs- und Personalverantwortliche folgten der Einladung der Deutschen Versicherungsakademie (DVA) und des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. zum 14. Bildungskongress der Versicherungswirtschaft (BIKO) nach Berlin. An zukunftsrelevanten Themen mangelt es der Versicherungswirtschaft nicht. Und alle wirken sich auf die Personal- und Bildungsarbeit aus. Der diesjährige Bildungskongress nahm sich daher des Themas "Innovation und wie man damit umgeht" an.
Dr. h.c. Josef Beutelmann, Vorsitzender des Vorstands des BWV und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Barmenia VersicherungenUnter dem Motto „Innovation. Mit Sicherheit!“ begrüßte Dr. h.c. Josef Beutelmann, Vorsitzender des Vorstands des BWV und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Barmenia Versicherungen die Teilnehmer. „Immer häufigere Innovationszyklen führen bei vielen Menschen zu einem steigenden Unsicherheitsgefühl. Das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit dürfte in der Zukunft daher eher wachsen als sinken, und daher gehört unsere Branche zu den zukunftsträchtigen Branchen, sagte Beutelmann. Dem Thema „Wie kommt Neues in die Welt?“ widmete sich Prof. Ulrich Weinberg von der Potsdamer HPI School of Design Thinking. Um Neues zu entwickeln, müssten wir uns von linearen Prozessen verabschieden und iterative Prozesse etablieren. Die Lern- und Arbeitskultur müsse sich verändern – das „Brockhaus-Denken“ des Einzelkämpfers habe keine Zukunft mehr, nötig sei das vernetzte Denken in multdisziplinären Teams in variablen Denk- und Arbeitsräumen.
Dr. David Stachon, Vorstandsvorsitzender der Direct Line Versicherung führte aus, dass es noch nie sog gut möglich war, die Zukunft vorherzusagen wie heute und wie Versicherungen dies nutzen können. Bahnbrechende Innovationen in den Naturwissenschaften veränderten die Welt in immer kürzeren Abständen und damit auch die Versicherungen und ihre Produkte. Allerdings: „Innovation betreiben wir nicht als Selbstzweck, sondern wenn sich dies zur Marktreife entwickeln lässt.“, schränkte Dr. Stachon ein. Inspiriert durch die Vorträge, wurden in den Foren Erfahrungen ausgetauscht und Ideen entwickelt. Die Teilnehmer erfuhren, wie Ausbildung durch Internationalisierung attraktiver wird, wie man kreative Querdenker rekrutiert, wie mobile Learning im Vertrieb eingesetzt werden kann und welche Übernahmekonzepte es für Auszubildende gibt. Wie denkt die Generation Y? Der Bildungskongress hatte dazu junge Leute eingeladen, um nicht über sie zu sprechen, sondern mit ihnen.
Prof. Ulrich Weinberg von der Potsdamer HPI School of Design Thinking„Es ist wichtig, diese Themen im Kreis der Personal- und Bildungsverantwortlichen zu diskutieren“, stellte BWV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Höhn fest, „denn in den Versicherungsunternehmen sind es gerade die Personal- und Bildungsverantwortlichen, die durch die Personalauswahl und mit ihren Change- und Umsetzungsprojekten dafür sorgen, dass innovative Geschäftsideen den Kunden erreichen.“ Eine Innovation gab es auch im medialen Bereich: Über die eigens entwickelte BIKO-App konnten die Teilnehmer chatten, Referenten bewerten, Unterlagen herunterladen und die InnoWard-Preisträger wählen.
Der nächste Bildungskongress findet vom 15. bis 16. September 2016 in Berlin statt und wird erneut eine Plattform zum Austausch über Innovationen im Bildungsbereich bieten, um Netzwerke aufzubauen bzw. zu pflegen und das Qualitätsniveau in der Bildung der deutschen Assekuranz weiter zu verbessern.
Bild: (1) © aerogondo / fotolia.com (2 & 3) © Deutsche Versicherungsakademie (DVA) GmbH
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