Sattes Plus für Deutschlands Staatsfinanzen
Deutschlands Staatsfinanzen geht es blendend: Dank robustem Arbeitsmarkt und günstiger Konjunkturentwicklung hat der deutschen Staat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Rekordüberschuss von 21,1 Milliarden Euro erzielt. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
Der Überschuss entspricht 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Damit ist Deutschland weit von der Defizitmarke von 3,0 Prozent des BIP entfernt, die der Maastricht-Vertrag maximal erlaubt. 2014 hatte das Plus bei 0,3 Prozent gelegen.
Von den Ergebnissen für das erste Halbjahr ließen sich allerdings nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen, da der Finanzierungssaldo des Staates in der zweiten Jahreshälfte strukturbedingt regelmäßig niedriger ausfalle, teilten die Statistiker mit.
Die Einnahmen des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr 2015 auf 662,0 Milliarden Euro und waren um 23,5 Milliarden Euro höher (+ 3,7 Prozent) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die wichtigste Einnahmequelle des Staates sind die Steuern, die mit 343,3 Milliarden Euro gut die Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachen. Die Ausgaben des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr 2015 um 2,1 Prozent beziehungsweise um 13,5 Milliarden Euro auf 640,9 Milliarden Euro. Hohe Ausgabenzuwächse ergaben sich bei den monetären Sozialleistungen (+ 4,7 Prozent) und den sozialen Sachleistungen (+ 5,3 Prozent).
Gute Nachrichten vermeldet auch KfW Research: Die deutsche Wirtschaft bleibt demnach die Konjunkturlokomotive Europas: KfW Research erhöht die Wachstumsprognose für Deutschland von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent im Jahr 2015; für 2016 wird ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent erwartet (Vorprognose 1,8 Prozent). Hinter dem Wachstum steht laut KfW weiterhin die von steigenden Einkommen und steigender Beschäftigung getragene positive Konsumentwicklung.
Bild: © Hans / pixabay.com
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