Nik Storonsky, CEO von RevolutNik Storonsky, CEO von RevolutRevolut

Revolut meldet Rekordjahr: Gewinn, Wachstum und neue Chancen für den Finanzvertrieb

Veröffentlichung: 24.04.2025, 09:04 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Mit einem Gewinnsprung auf 1,4 Milliarden US-Dollar und über 50 Millionen Kundinnen und Kunden weltweit meldet sich Revolut als profitabelstes europäisches Fintech zurück. Die Expansionsstrategie trägt Früchte – auch in Deutschland.

(PDF)

Das britische Fintech Revolut hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Der Vorsteuergewinn stieg auf 1,4 Milliarden US-Dollar, die Gesamterträge legten um 72 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar zu. Weltweit zählt Revolut inzwischen 52,5 Millionen Kunden – ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland legte die Privatkundenzahl sogar um 61 Prozent zu.

Stark wachsende Kundeneinlagen (+66 % auf 38 Mrd. USD) und eine deutliche Ausweitung des Kreditgeschäfts (+86 %) trugen maßgeblich zur Rekordrentabilität bei. Die Nettogewinnmarge stieg auf 26 Prozent. Auch die Investitionserträge aus Abonnements, Devisenhandel und Brokerage entwickelten sich dynamisch.

Besonders in Deutschland zeigen sich die Ambitionen deutlich: Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg um 39 Prozent, über 114 Millionen Kartentransaktionen wurden hierzulande 2024 getätigt. Revolut etabliert sich damit auch als Alltagsbank.

Revoluts CEO Nik Storonsky spricht von einem „bahnbrechenden Jahr“, in dem das Unternehmen fast 15 Mio. neue Kunden gewinnen konnte. Die Einführung neuer Produkte wie RevPoints, ETF-Sparplänen oder der Plattform Revolut X für den Kryptohandel beflügelte die Kundenbindung zusätzlich. Besonders beliebt sind auch die kostenpflichtigen Abos (Plus, Premium, Metal, Ultra), die um 65 Prozent zulegten – Ultra allein um 93 Prozent.

Für 2025 kündigt das Unternehmen die weitere Expansion nach Mexiko, Indien und in die USA an. Das langfristige Ziel: 100 Mio. täglich aktive Nutzer in 100 Ländern.

Perspektiven für Vermittler

Für Vermittler ergeben sich daraus neue Perspektiven: Die Plattform-Reichweite und Innovationskraft von Revolut zeigt, wie moderne Finanzangebote zielgruppengenau funktionieren können. Das Fintech bespielt alle relevanten Kanäle – von Sparprodukten über Brokerage bis hin zu Kredit- und Versicherungslösungen. Wer als Vermittler auf hybride Beratung setzt, könnte davon profitieren, sich mit solchen Playern auseinanderzusetzen – sei es zur Integration ergänzender Dienstleistungen oder zum Benchmarking des eigenen Angebots.

Mit dem Ziel, 100 Millionen täglich aktive Nutzer in 100 Ländern zu erreichen, unterstreicht Revolut seinen globalen Anspruch. Für die Versicherungs- und Finanzwelt bedeutet das: Wer mithalten will, muss digital denken – und handeln.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Zwischen Stabilisierung und Expansion: wefox setzt trotz Notfallfinanzierung weiterhin auf Wachstum durch Übernahmen.Zwischen Stabilisierung und Expansion: wefox setzt trotz Notfallfinanzierung weiterhin auf Wachstum durch Übernahmen.Redaktion experten.de / KI-generiert
Unternehmen

wefox setzt trotz Notfallfinanzierung weiter auf Zukäufe

Parallel zu einer Notfallfinanzierung setzt wefox offenbar weiter auf Wachstum durch Übernahmen. Neue Unterlagen zeichnen ein zweigeteiltes Bild – und werfen Fragen zur strategischen Prioritätensetzung auf.
Amprion GmbH/Daniel Schumann
Unternehmen

Allianz baut ihr Infrastrukturportfolio weiter aus

Die Allianz beteiligt sich am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Gemeinsam mit Talanx sollen Milliarden in den Netzausbau fließen. Für Versicherer sind solche Infrastrukturinvestments mehr als nur ein Beitrag zur Energiewende – sie gelten zunehmend als strategischer Baustein der Kapitalanlage.
Unternehmen

NÜRNBERGER: Von der Absicherung zum Präventionsversicherer

Während der DKM 2025 in Dortmund gab die NÜRNBERGER Versicherung im Rahmen eines Hintergrundgesprächs Einblicke in ihre laufende Transformation und die strategische Partnerschaft mit der Vienna Insurance Group (VIG). Der Umbau reicht weit über Strukturfragen hinaus – er betrifft das Geschäftsmodell, die Unternehmenskultur und die Positionierung im Markt.
Martin Stenger, Director Sales, Business Development Insurance & Retirement Solutions bei Franklin TempletonMartin Stenger, Director Sales, Business Development Insurance & Retirement Solutions bei Franklin TempletonFranklin Templeton
Unternehmen

Digitale Fondspolicenberatung: Franklin Templeton und Smart Asset Management kooperieren

Der globale Vermögensverwalter Franklin Templeton und die Hamburger Smart Asset Management Service GmbH (sam) bündeln ihre Kräfte, um die digitale Service-Plattform „PerformanceFactory“ weiterzuentwickeln. Ziel der Kooperation ist es, die Beratung zu fondsgebundenen Versicherungspolicen (Fondspolicen) in Deutschland und Österreich auf ein neues digitales Niveau zu heben.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht