QR-Code-Betrug im Ausland: Quishing nimmt zu
Mit der wachsenden Verbreitung von QR-Codes im Verbraucheralltag steigt auch die Gefahr von Betrugsversuchen. Besonders Reisende und Autofahrerinnen sowie Autofahrer sollten Vorsicht walten lassen, denn sogenannte Quishing-Attacken häufen sich an Ladesäulen, Parkautomaten und anderen öffentlichen Orten. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland warnt vor diesen Gefahren und gibt Hinweise, wie sich Verbraucher schützen können.
Wie Quishing funktioniert
Kriminelle erstellen zunächst eine gefälschte Internetseite, die einer offiziellen Plattform, etwa einer Stadtverwaltung oder einem Ladesäulenbetreiber, ähnelt. Anschließend generieren sie einen QR-Code, der direkt auf diese Fake-Seite führt. Die manipulierten QR-Codes werden dann an Parkuhren, E-Ladesäulen oder ähnlichen Orten angebracht, oft durch das Überkleben der echten Codes.
Wer den QR-Code scannt, gelangt auf die gefälschte Seite und wird dazu aufgefordert, persönliche Daten oder Zahlungsinformationen einzugeben. Das Geld oder die sensiblen Informationen landen so direkt bei den Betrügern.
Typische Einsatzorte von gefälschten QR-Codes
Quishing ist überall dort verbreitet, wo QR-Codes genutzt werden, um Verbraucherprozesse zu erleichtern. Besonders häufig sind solche Betrugsversuche anzutreffen:
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An Parkautomaten und Ladesäulen für Elektroautos
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An Bahnhöfen und Bushaltestellen
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Bei Fahrradverleihstationen
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Auf gefälschten Strafzetteln an Windschutzscheiben
Die Betrugsmasche ist europaweit bekannt, sodass Urlauber in jedem Land auf der Hut sein sollten.
So schützen Sie sich vor QR-Code-Betrug
Um Quishing zu vermeiden, sind folgende Vorsichtsmaßnahmen ratsam:
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Skepsis bei öffentlichen QR-Codes: Scannen Sie QR-Codes an Flyern, Plakaten oder öffentlichen Orten nur, wenn Sie der Quelle vertrauen.
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Direkte URL-Eingabe bevorzugen: Nutzen Sie, wenn möglich, die manuelle Eingabe der Internetadresse.
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Links genau prüfen: Viele QR-Scanner-Apps zeigen die URL vor dem Öffnen an. Achten Sie auf verdächtige Domains oder Rechtschreibfehler.
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Im Zweifel nicht interagieren: Schließen Sie die Website sofort, wenn Sie unsicher sind, und geben Sie keine persönlichen Daten ein.
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Schnelles Handeln bei Betrug: Sollten Sie Opfer eines Betrugs geworden sein, sperren Sie sofort Ihre Kreditkarte, beantragen Sie ein Chargeback bei Ihrer Bank und informieren Sie Polizei sowie Betreiber der betroffenen Seite.
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