DA Direkt fordert bundesweite Hundehalter-Haftpflichtversicherung
Der Direktversicherer DA Direkt spricht sich für eine bundeseinheitlich verpflichtende Hundehalter-Haftpflichtversicherung aus. Ziel ist es, Rechtssicherheit für Halter und Geschädigte zu schaffen, unabhängig von Hunderasse oder Bundesland.
DA Direkt fordert die Einführung einer bundesweiten Pflichtversicherung für Hundehalter, ähnlich der bestehenden Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Vorschlag zielt darauf ab, Rechtssicherheit sowohl für Hundehalter als auch für Menschen zu schaffen, die durch Hunde geschädigt werden. In Deutschland legen die Bundesländer aktuell selbst fest, ob eine Versicherungspflicht für Hundehalter besteht und wie diese ausgestaltet ist. Diese Regelungen sind jedoch uneinheitlich, und in manchen Bundesländern gibt es keine Pflicht, eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen.
In Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und weiteren besteht eine Versicherungspflicht nur für Hunde, die als gefährlich gelten. Die Kriterien, welche Hunde als gefährlich eingestuft werden, unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland. Dabei spielen Faktoren wie die Rasse, das Gewicht oder die Größe des Hundes eine Rolle. In anderen Ländern wie Berlin oder Niedersachsen müssen alle Hunde versichert sein, unabhängig von ihrer Einstufung.
Gefahren durch Hunde unterschätzt
„Hunde können unabhängig von ihrer Größe erhebliche Schäden verursachen“, erklärt René Billing, Vorstand Direct Insurance von DA Direkt. Selbst kleine Hunde wie ein Chihuahua könnten einen Unfall auslösen, wenn sie unerwartet auf die Straße laufen und ein Auto zu einem Ausweichmanöver zwingen. In einem solchen Fall haftet der Hundehalter in voller Höhe für den entstandenen Schaden. Für die Betroffenen kann dies existenzbedrohend sein, und die Geschädigten könnten im schlimmsten Fall auf ihrem Schaden sitzen bleiben.
Bundesweite Pflichtversicherung für mehr Sicherheit
DA Direkt plädiert daher für eine bundesweite Hundehalter-Haftpflichtversicherung für alle Hunderassen, um eine einheitliche Rechtssicherheit zu gewährleisten. „Die Mindestdeckungssumme sollte ebenfalls bundesweit einheitlich festgelegt werden, um zu verhindern, dass ein Umzug in ein anderes Bundesland zu einer Unterversicherung führt“, fordert Billing. Dies würde sicherstellen, dass sowohl Tierhalter als auch potenziell Geschädigte in jedem Bundesland den gleichen Schutz genießen.
Die Kosten für eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung sind in der Regel abhängig von der Rasse, der Größe des Hundes sowie der Höhe der Deckungssumme und den gewählten Leistungen. Für als ungefährlich eingestufte Hunde sind entsprechende Policen bereits für unter 15 Euro pro Monat erhältlich.
Themen:
LESEN SIE AUCH
Studie: Solidarprinzip im Gesundheitssystem unter Druck
DA Direkt: René Billing wird Vorstand Produkte und Analytics
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
IW: Bis 2030 verschlingt der Zins fast jeden fünften Steuereuro
Gesundheitsreform 2026: Beitragssätze, Grenzen, Systemfragen
Elementarschaden-Pflichtversicherung: Zwischen politischem Druck und aktuarieller Realität
Rentenwende unter Druck: Warum Merz die gesetzliche Rente bewusst zur Basisabsicherung erklärt
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.









