living brain und INTER schaffen neue Perspektiven in der Rehabilitation

Veröffentlichung: 13.02.2024, 14:02 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die INTER bietet ihren Kunden ab sofort die Möglichkeit, die neuartige VR-Therapiesoftware teora® mind des Heidelberger Startups living brain zu nutzen. Dabei handelt es sich um eine Anwendung, die es Menschen mit kognitiven Einschränkungen erlaubt, alltagsrelevante Handlungsschritte sicher und kontrollierbar in Virtueller Realität zu trainieren.

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Frau-VR-Brille-555905649-AS-VolodymyrFrau-VR-Brille-555905649-AS-VolodymyrVolodymyr – stock.adobe.com

Für vollversicherte Kunden werden die Kosten der VR-Therapie seit dem 1. Februar übernommen. „Bei der INTER bieten wir bereits seit Jahren eine Vielzahl von Gesundheitsservices an, die über die reinen tariflichen Leistungen hinausgehen. Unsere Kunden nutzen diese Services gerne und intensiv“, sagt INTER-Vorstandssprecher Roberto Svenda. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der living brain GmbH einen weiteren hochwertigen Kooperationspartner gewinnen konnten.“

Die Therapiesoftware teora® mind kommt zum Einsatz, wenn Menschen nach Schlaganfällen oder anderen Erkrankungen, die das Nervensystem beeinträchtigen, unter kognitiven Einschränkungen leiden. Diese machen sich häufig im Alltag bemerkbar: Wie koordiniere ich die Schritte, um einen Kaffee zu kochen? Was muss ich tun, um mir ein Spiegelei zu braten? Gewohnte Tätigkeiten, die vorher selbstverständlich waren, werden zu einer Herausforderung oder können nicht mehr bewältigt werden. Solche Problemstellungen des Alltags werden mithilfe von teora® mind trainiert. Mit einer VR-Brille werden Betroffene in Szenarien versetzt, in denen sie zum Beispiel den Kühlschrank einräumen, Kaffeekochen oder Pflanzen gießen.

Begleitet werden kann diese Form der Therapie erstmalig auch digital. Nachdem Betroffene den Umgang mit der VR-Brille und der Softwareanwendung teora® mind erlernt haben, dürfen sie zuhause weiter trainieren. So kann das kognitive Training nativ in den Alltag der Betroffenen eingebunden werden, während Behandelnde die Fortschritte remote über eine Plattform-Anbindung mitverfolgen.

„Wenn es um die Behandlung kognitiver Defizite geht, sind für viele Betroffene abstrakte Übungen, lange Wartezeiten, Therapieunterbrechungen und weite Anfahrtswege an der Tagesordnung“, sagt Barbara Stegmann, CEO & Co-Founder von living brain. „Wir bieten diesen Menschen eine studiengeprüfte Alternative, die es ermöglicht, unabhängig von festgelegten Terminen dort zu trainieren, wo ihr Leben vornehmlich stattfindet: im heimischen Umfeld. Wir sind begeistert, diese Alternative durch die Kooperation mit der INTER für mehr Betroffene zugänglich zu machen.“

Die INTER übernimmt für vollversicherte Kunden die Kosten der Behandlung sowohl bei der Anwendung in der Praxis als auch bei der digital begleiteten Heimtherapie. Dafür müssen die Versicherten lediglich eine Verordnung einreichen, die sie von einem Arzt erhalten haben. Gemäß dem entsprechenden Tarif werden die Kosten im Rahmen von physikalischen Maßnahmen erstattet.

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