Lebensstandard: Sorgen und Vorsorgestrategien der Deutschen
Eine neue Studie wirft ein Schlaglicht auf die Sorgen und Vorsorgestrategien der Deutschen bezüglich ihres Lebensstandards und zeigt, dass die Angst vor Krankheiten und Unfällen, wirtschaftlichen Veränderungen sowie unzureichender Altersvorsorge weit verbreitet ist.
In seiner jüngsten Studie ging der digitale Versicherungsmanager in Zusammenarbeit CLARK mit YouGov der Frage nach der Sicherung des aktuellen Lebensstandards der Menschen in Deutschland nachgegangen. Als größtes Risiko für den Verlust ihres aktuellen Lebensstandards sehen die Bundesbürger*innen Krankheiten und Unfälle (46 Prozent). Diese Sorge ist bei Männern (48 Prozent) etwas stärker ausgeprägt als bei Frauen (44 Prozent). Wirtschaftliche Veränderungen, insbesondere die Inflation, werden von 43 Prozent als bedrohlich empfunden.
Ungenügende Altersvorsorge und Trennung als potenzielle Risiken
Die Sorge um eine geringe Rente und ungenügende Altersvorsorge treibt knapp ein Drittel der Bevölkerung um (31 Prozent). Politische Veränderungen (27 Prozent) und die Angst vor Jobverlust (19 Prozent) sind weitere wesentliche Bedenken.
Ein geschlechtsspezifischer Unterschied zeigt sich in Bezug auf die Unterstützung durch den oder die Partner*in. Während knapp jede fünfte Frau (18 Prozent) die Trennung vom Partner als Risiko für den eigenen Lebensstandard wahrnimmt, liegt dieser Anteil bei Männern nur bei 12 Prozent.
Interessant: Obwohl statistisch gesehen jede*r Vierte in Deutschland mindestens einmal im Leben berufsunfähig wird, sehen nur 18 Prozent der Befragten Berufsunfähigkeit als Risiko für ihren aktuellen Lebensstandard.
Vorsorgestrategien: Geldanlagen im Fokus
Um den persönlichen Lebensstil trotz Krankheit, Inflation oder Langlebigkeitsrisiko zu sichern, ergreifen die Menschen in Deutschland verschiedene Vorsorgemaßnahmen. Die Studienergebnisse zeigen, dass 39 Prozent am häufigsten darauf setzen, privat Geld zurückzulegen. Geldanlagen wie ETFs und Fonds sind für 23 Prozent relevant, wobei Männer (29 Prozent) diese Option stärker nutzen als Frauen (18 Prozent).
Altersvorsorgeprodukte wie Rürup oder Riester sind für 22 Prozent eine wichtige Säule, während 19 Prozent in Sachwerte wie Immobilien und Edelmetalle investieren. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen und Lebensversicherungen für viele eine Rolle spielen, wobei Männer (14 Prozent) eher zur Berufsunfähigkeitsversicherung tendieren als Frauen (11 Prozent).
Besorgniserregend ist, dass jede*r fünfte Bunderbürger*in (20 Prozent) es sich nicht leisten kann, für die Zukunft vorzusorgen. Dieser Anteil ist bei Frauen mit 24 Prozent signifikant höher als bei Männern (17 Prozent). Zusätzlich setzt knapp jede*r Zehnte auf finanzielle Unterstützung durch Familie oder Partner*in (11 Prozent). Ein Beitrag im Original von Clark Germany GmbH über news aktuell.
Über die Studie
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1050 Personen zwischen dem 02.05. und 04.05.2023 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
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