Vermittler fordern mehr Solidarität und Entlastung

Veröffentlichung: 21.09.2021, 07:09 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die diesjährige Bonner Erklärung der deutschen Vermittlerschaft mit dem Titel „Sind Versicherer noch verlässliche Partner für Vermittler? – Wie sieht die zukünftige Vergütung im Vertrieb aus?“, wurde am 17. September in Bonn verabschiedet.

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Darin betont der Exklusivvertrieb seine wichtige Lotsenfunktion bei Fragen der Absicherung der Bevölkerung und fordert von den Versicherungsunternehmen, mehr Fürsorge für die selbstständigen Vertriebspartner zu tragen.

Im Hinblick auf die Altersvorsorge breiter Bevölkerungskreise verlangen die Repräsentanten des Spitzentreffens, die Riester-Rente weiter zu entwickeln und vor allem die dabei wichtigen persönlichen Beratungsleistungen der Exklusivvermittler anzuerkennen.

Daher lehnt die deutsche Vermittlerschaft jegliche Pläne des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rundweg ab, ein online vertriebenes Standardprodukt für die Altersvorsorge einzuführen. Denn ein Vertrieb ohne Beratung verkenne die Bedürfnisse des Kunden.

Die Vermittler beanspruchen zudem eine angemessene Vergütung ihrer Beratungsleistungen und erteilen jeglichen Planspielen zur Einführung eines Provisionsdeckels eine klare Absage. Sie plädieren auch für ein Nebeneinander der Vergütungsmodelle von Provision und Honorar.

An die zukünftige Bundesregierung gerichtet, postuliert das Spitzentreffen, weitere Regulierungen zu unterlassen. Es sei schließlich an der Zeit, erst einmal die bereits bestehenden Regulierungen zu evaluieren, den Mittelstand zu entlasten und die private Altersvorsorge stärker zu fördern.

Die Bonner Erklärung ist eine gemeinsame Erklärung des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), des „Arbeitskreises Vertretervereinigung der Deutschen Assekuranz e.V.“ (AVV) und der Vorsitzenden von Vertretervereinigungen. Die Organisationen repräsentieren rund 40.000 Versicherungsvermittler in Deutschland.

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