15 Einblicke rund um Baufinanzierungen und Immobilienpreise in München

Vor 15 Jahren hat der Baugeldvermittler Interhyp in München eine der ersten drei Niederlassungen in Deutschland eröffnet. Die Interhyp-Expertin Mara Batato hat in dieser Zeit viel über Baufinanzierung und über den Münchner Markt gelernt und hat nun spannende Einblicke zusammengetragen.

1. Wo lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2005?

In den vergangenen 15 Jahren sind die Immobilienpreise in München nach einer Phase weitgehender Stagnation von 2005 bis 2008 seit etwa 2009 deutlich gestiegen. Heute zahlen Immobilienkäufer laut Interhyp in der Landeshauptstadt im Durchschnitt rund 8.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Mara Batato dazu:

„Im Jahr 2005 kostete der Quadratmeter in der Landeshauptstadt im Schnitt noch rund 3.000 Euro.“

Für eine Wohnungsgröße von 70 Quadratmetern macht das eine Kaufpreisdifferenz zwischen früher und heute von 350.000 Euro. Auch in den Monaten der Corona-Krise war die Nachfrage nach Immobilien und Finanzierungen hoch.

2. Wo lagen die Bauzinsen im Jahr 2005?

Während die Mehrheit der Kreditnehmer aktuell Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung zu Konditionen um 0,8 Prozent aufnimmt, lag das Zinsniveau vor rund 15 Jahren noch etwa 3 Prozent höher, bei rund 3,8 bis 4,2 Prozent – also beim Vierfachen des heutigen Zinsniveaus.

3. Wie teuer sind und waren die teuersten Immobilien?

Laut Mara Batato werden heute in München ganz vereinzelt Immobilien zu Quadratmeterpreisen von über 18.000 Euro angeboten. Dies sei aber die Ausnahme, etwa in absoluten Bestlagen mit Luxusausstattung.

4. Was sind und waren die preiswertesten Immobilien?

Vor 15 Jahren waren der Interhyp-Expertin zufolge Quadratmeterpreise unter 1.800 Euro möglich – auch innerhalb des Münchner Stadtgebiets. In 2020 gehören die Spitzenpreise von damals von um 5.000 Euro pro Quadratmeter eher zum unteren Limit.

5. Sind Immobilienkäufer in München heute älter oder jünger als früher?

Baufinanzierungskunden in Deutschland sind auch bei der Erstfinanzierung meist nicht mehr in den Zwanzigern.

Mara Batato erzählt:

„Die Menschen in Deutschland und auch in München finanzieren in der Regel erst, wenn sie im Beruf gut angekommen sind und über entsprechendes Einkommen und angespartes Eigenkapital verfügen.“

Der Hauptantragsteller in München ist heute sogar etwas über 40 Jahre alt. Bei einem Paar kann einer der beiden Partner aber durchaus jünger oder älter sein:

„Vor 15 Jahren war der Hauptantragsteller in München etwas jünger als heute, im Durchschnitt 38 Jahre alt.“

6. Wie groß sind die Häuser und Wohnungen in München?

Während 2005 das durchschnittliche Haus in München eine Fläche von 153 Quadratmetern hatte, sind es heute 163 Quadratmeter. Bei den finanzierten Eigentumswohnungen ist es umgekehrt: Diese hatten 2005 eine durchschnittliche Größe von 85 Quadratmetern, heute von 73.

7. Werden in München mehr Häuser oder Wohnungen finanziert?

Früher genau wie heute: In München werden wie in den großen Metropolen in Deutschland mehr Wohnungen als Häuser finanziert. Mit den Jahren ist der Anteil der Wohnungen weiter gestiegen.

Mara Batato dazu:

„Im Jahr 2005 waren es etwa ein Viertel Häuser und drei Viertel Wohnungen, jetzt sind nur noch etwa 15 Prozent aller Finanzierungen in München Häuser.“

8. Wie hoch war 2005 die durchschnittliche Kreditsumme beim Kauf einer Immobilie?

Die hohen Kaufpreise fordern einen Tribut: Während die Darlehenshöhen 2005 in München durchschnittlich bei rund 210.000 Euro lagen, so sind es heute laut Interhyp-Daten rund 530.000 Euro im Durchschnitt.

Mara Batato sagt:

„Die Darlehenssummen sind gestiegen. Aber die Darlehensraten sind nicht so stark gestiegen wie die Darlehenssummen, weil die Zinsen so viel günstiger sind. Die Monatsrate lag 2005 bei rund 1.000 Euro, heute sind es rund 1.600 Euro, und das bei einer aktuell höheren Tilgung.“

9. Müssen Baufinanzierungskunden heute mehr Eigenkapital haben?

Je mehr Eigenkapital, desto besser die Zinsen. Im Schnitt bringen Darlehensnehmer in München laut Interhyp heute fast 240.000 Euro an Eigenkapital ein. 2005 waren es rund 110.000 Euro.

10. Wo lag die durchschnittliche Anfangstilgung vor 15 Jahren?

Die anfängliche Tilgungsrate hat laut Mara Batato seit dem Start der Niederlassung in München immer weiter zugenommen: 2005 lag sie noch im Schnitt bei rund 2 Prozent. Heute starten Kreditnehmer durchschnittlich mit 3 Prozent, was durch die gesunkenen Zinsen oft auch möglich ist.

11. Wie lang war die durchschnittliche Zinsbindung früher und wie lange binden sich Baufinanzierungskunden heute?

Vor 15 Jahren lag die Zinsbindung im Durchschnitt bei 12 Jahren. Seither ist sie auf 13 Jahre gestiegen. Bei niedrigen Bauzinsen ist es auch sinnvoll, diese für eine möglichst lange Zeit festzuschreiben.

12. Wie viele Kreditinstitute kann Interhyp vergleichen?

Früher war es üblich, bei einer Bank eine Finanzierung anzufragen und sich gegebenenfalls ein Vergleichsangebot einzuholen.

Mara Batato dazu:

„Wir arbeiten heute mit knapp 500 Banken, Sparkassen und Versicherungen zusammen und suchen für unsere Kunden das jeweils beste Darlehen. Beim Start unserer Niederlassung in München waren es etwa 20 bis 30 Bankenpartner.“

13. Wie viele Kunden wurden in der Niederlassung in München seit 2005 beraten?

Seit den Anfängen der Interhyp wurden rund 250.000 Käufer, Bauherren und Eigenheimbesitzer rund um ihre Baufinanzierung beraten.

14. Wie hat sich die Baufinanzierungsberatung verändert?

Heute unterstützt der Interhyp-Campus in der Unternehmenszentrale die Arbeit der Berater. Dort entwickeln Software- und IT-Spezialisten täglich die Zinsvergleiche und digitalen Services weiter.

Mara Batato erklärt:

„Interhyp ist als Online-Baufinanzierer gestartet, insofern haben wir schon früh auf die Nutzung digitaler Systeme gesetzt – immer mit dem Ziel, den Menschen die beste Lösung für ihr Zuhause zu bieten. Gerade in der Corona-Krise hat uns diese Agilität und unser Ansatz, Mensch und Technik optimal zusammenzuführen, sehr geholfen. Wir konnten gleich auf die digital unterstützte Beratung umsteigen.“

Heute können sich die Kunden aussuchen, ob sie sich mit digitaler Unterstützung telefonisch beraten lassen oder – unter Einhaltung aller Sicherheitsanforderungen – in die Niederlassung zur Vor-Ort-Beratung kommen. In der Corona-Krise haben sich übrigens nicht weniger Menschen als vorher für Baufinanzierungen interessiert.

15. Wie viele Kunden hat Interhyp insgesamt?

Die Interhyp hat gerade die Millionenmarke bei den abgeschlossenen Finanzierungen geknackt.

 

Bild: © Steidi – stock.adobe.com

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