Investmentfonds: So kann die Provision vermieden werden

Banken und andere Finanzvermittler verdienen durch die Vermittlung von Investmentfonds viel Geld. Das Nachsehen haben dabei schlecht informierte Kunden, für die nach Abzug aller Provisionen und Kosten nur oft nur dünne Renditen übrigbleiben. Die Vermögensaufbau-Plattform Rentablo erläutert deshalb, wie Verbraucher dabei sparen können.

Beim Kauf von Anteilen eines Investmentfonds fällt in der Regel ein Ausgabeaufschlag an, oft auch „Agio“ genannt. Der Ausgabeaufschlag beträgt bei Rentenfonds in der Regel drei Prozent, bei Aktienfonds sind es fünf bis sechs Prozent. Bei einer Einmalanlage von 10.000 Euro und einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent würden beispielsweise nur 9.524 Euro tatsächlich angelegt. Das restliche Geld würde abgezogen. Vom Ausgabeaufschlag erhält der Vermittler bis zu 100 Prozent.

Neben dem Ausgabeaufschlag bezahlt der Anleger aber auch eine jährliche Verwaltungsvergütung. Diese wird jährlich in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes berechnet und dem Anleger von seinem Kapital abgezogen – und zwar unabhängig davon, ob die Geldanlage gerade Gewinne oder Verluste erwirtschaftet.

Je nach Fondstyp sind das zwischen 0,8 und 2,5 Prozent pro Jahr. Das bedeutet: Erwirtschaftet der Fonds zum Beispiel eine Rendite von drei Prozent, bleibt bei 1,5 Prozent Verwaltungsvergütung nur die Hälfte für den Anleger übrig.

Ein beträchtlicher Teil dieser Verwaltungsvergütung hat aber nichts mit der Fondsverwaltung zu tun, sondern resultiert aus der Bestandsprovision für den Vermittler – ob er dafür etwas in dem Jahr leistet oder nicht, ist egal. Teilweise macht die Bestandsprovision die Hälfte der jährlichen Verwaltungsvergütung aus.

Möglichkeiten, Provisionen zu vermeiden

Es gibt allerdings durchaus Möglichkeiten, wie private Anleger Provisionen vermeiden können.

Dies ist beispielsweise über unabhängige Fondsvermittler möglich. Hier lautet das Prinzip: Keine Beratung, dafür bis zu 100 Prozent Erstattung von Provisionen. Anleger profitieren bei unabhängigen Fondsvermittlern ohne Beratung von einem umfassenden Angebot von Investmentfonds verschiedener Fondsgesellschaften. Die fehlende Beratung können Kunden dabei ausgleichen, indem sie sich selbst informieren, beispielsweise beim Magazin Finanztest der Stiftung Warentest.

Wer Provisionen umgehen will, auf eine persönliche Beratung aber nicht verzichten möchte, kann sich auch an einen Honorarberater wenden. Die haben zwar ihren Preis, bieten aber genau wie freie Fondsvermittler ein uneingeschränktes Fondsangebot und erstatten die Provisionen.

 

Bild: © Eisenhans – stock.adobe.com

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