Elementarschadenversicherung: Der Starkregen und die Hausratpolice

Trockenheit einerseits, überflutete Innenstädte andererseits. Die vergangenen Wochen scheinen zu veranschaulichen, was Klimaexperten erwarten: Wetterextreme nehmen zu. Dazu gehört auch Starkregen. Warum Versicherte ihre Hausratpolicen auf Starkregenschutz prüfen sollten.

Es ist paradox: Klimaexperten und Medien verweisen auf die anhaltende Trockenheit und ihre Folgen. Gleichzeitig war in diesem Jahr nicht nur einmal von überfluteten Innenstädten die Rede. Insbesondere der Monat Juni veranschaulicht das: Auf der einen Seite war er der wärmste und sonnigste Juni seit Beginn der flächendeckenden Wettermessung im Jahr 1881.

Das ergaben die Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auf der anderen Seite brachen sich örtlich kräftige Unwetter Bahn. Anfang des Monats verursachte Gewitterfront „Frank“ Starkregen, Sturm und Hagel in Hessen und Niedersachsen. Am Pfingstmontag folgte „Jörn“ in Oberbayern und Sachsen. Zwei Tage später traf Front „Klaus“ Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg.

Starkregenrisiko in Deutschland

Die Folge der Juni-Unwetter: Versicherte Schäden an Gebäuden, Hausrat und Gewerbebetrieben, die laut Versicherungsverband GDV 300 Millionen Euro betragen. Durch Starkregen seien 40 Millionen Euro angefallen.

Kira Granz, Produktmanagerin Hausrat der Ammerländer Versicherung, sagt:

Kira Granz, Produktmanagerin Hausrat, Ammerländer Versicherung

„Diese Zahlen betreffen nur versicherte Schäden. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass auch ihr Zuhause betroffen sein kann und dass sie sich aktiv absichern können.“

Vielleicht sei das der Tatsache geschuldet, dass Starkregen örtlich begrenzt auftrete und er nach kurzer Zeit wieder vorbei sei, so Granz: „Viele fühlen sich nicht gefährdet.“

Das Starkregenrisiko besteht in Deutschland allerdings flächendeckender als gedacht, stellten DWD-Experten Anfang des Jahres auf der Tagung DACH 2019 fest. Anders als bisher angenommen sind zum Beispiel auch Landkreise in Norddeutschland gefährdet.

Das Phänomen Starkregen

Seine Eigenarten machen Starkregen zu einem Wetterereignis, das Wucht entfalten kann. Großen Niederschlagsmengen gehen in kurzer Zeit nieder. Der DWD unterscheidet zwei Kategorien: Stufe 1 mit 15 bis 25 Litern Regen pro Quadratmeter in der Stunde und Stufe 2 ab 25 Litern in der Stunde.

Unwetter „Jörn“ brachte laut GDV stellenweise 50 Liter Regen pro Stunde mit sich. Deutschlandweit liege der Schnitt sonst bei 67 Litern pro Monat. Solche Wassermassen können Erdreich, Gewässer und das Kanalsystem in kurzer Zeit nicht aufnehmen. „Es kann zu Überflutungen kommen, die auch das eigene Zuhause treffen“, erklärt Granz.

Auch Hausratpolicen überprüfen

Bei Überschwemmung durch Starkregen greifen übliche Wohngebäude- und Hausratversicherungen nicht. Vor allem ältere Verträge weisen Lücken auf. Derzeit sensibilisiert die Versicherungsbranche die Bevölkerung für Versicherungsschutz gegen Starkregen, etwa mit der Initiative „Stadt.Land.Unter.“.

Auch die Ammerländer Versicherung hat die Aktion bereits unterstützt. Häufig steht der Schutz des eigenen Hauses und damit die Wohngebäudeversicherungen im Vordergrund.

Produktmanagerin Kira Granz verdeutlicht:

„Eigentümer und Mieter sollten auch ihre Hausratpolice prüfen. Auch der Hausrat kann vom Lieblingssofa bis hin zu den Küchengeräten betroffen sein.“

Eine Elementarschadenversicherung schließt mögliche Lücken. Diese lässt sich üblicherweise ergänzend zur Hausratpolice abschließen. Neben Starkregen sichert sie auch gegen die Folgen weiterer Naturgefahren ab.

Gute Premium-Hausratprodukte integrieren das Starkregenrisiko außerdem beitragsfrei, etwa der Excellent-Schutz der Ammerländer. Ein prüfender Blick auf die Police lohnt sich also, insbesondere auch, weil die Herbst- und Winterstürme noch anstehen.

 

Bilder: (1) © peterschreiber.media / fotolia.com (2) © Ammerländer Versicherung

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