Naturgefahrenversicherung bei jungen Menschen wenig bekannt

Nachdem das Bundesland Bayern die finanziellen Soforthilfen bei Elementarschäden abgeschafft, denken bereits andere Bundesländer über ähnliche Schritte nach. Eine Umfrage der Nürnberger Versicherung zusammen mit YouGov zeigt, dass die Bundesbürger nicht darauf vorbereitet sind.

Auch wenn 64 Prozent der befragten Hausbesitzer das Gefühl haben, ausreichend gegen sogenannte erweiterte Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmungen oder Erdrutsch abgesichert zu sein, sieht die Realität allerdings anders aus: Nur 33 Prozent verfügen wirklich über den passenden Schutz.

Peter Meier, Vorstandsmitglied der Nürnberger Versicherung, erklärt:

„Jeder Zweite denkt, dass die Wohngebäudeversicherung oder die Hausratversicherung Hochwasserschäden automatisch abdecken. Das stimmt allerdings nicht. Gegen Schäden an der Immobilie und am Mobiliar durch Naturgewalten wie Überschwemmungen, Schneedruck oder Erdrutsch schützt nur die erweiterte Naturgefahrenversicherung, und zwar sowohl innerhalb der Wohngebäude-, als auch der Hausratversicherung. Dieser zusätzliche Versicherungsschutz wird bei uns obligatorisch angeboten. Wenn Ihre Verträge seit längerem nicht angepasst wurden, empfehlen wir dringend, diese dahingehend zu prüfen.“

Genannte Gründe der Befragten

34 Prozent der befragten Hausbesitzer gaben als Gründe, weshalb sie keine erweiterte Naturgefahrenversicherung abgeschlossen haben an, dass für ihre Immobilie kein Risiko bestehe. Für 15 Prozent ist der Zusatzbaustein schlicht zu teuer. Aber 14 Prozent der Befragten kennen die Naturgefahrenversicherung nicht. Vor allem ist dies bei jungen Menschen der Fall. So bestätigte ein Viertel der 18- bis 29-Jährigen, noch nie etwas von dem Produkt gehört zu haben.

Seit 2017 ist die Nürnberger Partner bei der Kampagne „Elementar versichern“ der bayerischen Staatsregierung und klärt die Öffentlichkeit über den notwendigen Versicherungsschutz auf.

Peter Meier dazu:

„Für uns war das eine sehr wichtige Erkenntnis. Wir werden in Zukunft diese Gruppe noch intensiver über das Thema informieren.“

 

Bild: © twinsterphoto / fotolia.com

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