AssekuranZoom veröffentlicht erste Tarifstudie

Die Grundfähigkeitenversicherung gewinnt als alternatives Vorsorgeinstrument in der Kundenberatung zur Arbeitskraftabsicherung zunehmend an Aufmerksamkeit. Die komplexe und heterogene Produktlandschaft ist in einigen Fällen intransparent. Vor diesem Hintergrund fasste das unabhängige Beratungsunternehmen AssekuranZoom den Kriterienkatalog für die vergleichende Bewertung in der ersten Tarifstudie „Grundfähigkeitenversicherung im Fokus – Tarifstudie 05/2019“ sehr weit.

In der umfassenden Analyse der Bedingungswerke (Stand Mai 2019) wurden die Tarifangebote neun führender Produktanbieter untersucht. Der Kriterienkatalog des Tarifchecks legte den Fokus auch auf die haftungsrechtliche Relevanz aus Vermittlersicht.

Dabei wurden die Tarifstrukturen der Grundtarife sowie der Ergänzungsangebote konsequenterweise getrennt voneinander betrachtet.

Tarifqualität im Blick

Die Definition von 20 Teilbereichen mit allen relevanten Leistungsvoraussetzungen bildet die Matrix für eine detaillierte Punktevergabe mit der dazugehörigen Gewichtung:

  • Umfang der versicherten Risiken Tarifstrukturen
  • Beurteilungs- und Projektionszeitraum für die Prüfung des bedingungsgemäßen Verlusts einer versicherten Grundfähigkeit
  • Transparenz und Alltagstauglichkeit der Leistungsvoraussetzungen
  • Ergänzende Zusatzoptionen und -tarife
  • Ausbau des Versicherungsschutzes ohne erneute Risikoprüfung

Die volle Punktzahl entspricht jedoch einem „fiktiven Premium-Enthaftungstarif“, das heißt einem Tarifkonstrukt, das bei allen bewerteten Kriterien aus aktueller Sicht keine Steigerungsmöglichkeit mehr vorsieht. Dieser „Premium-Enthaftungstarif“ ist als Fiktion zu betrachten, da ein Tarif mit dieser vollen Punktzahl in einem sehr hohen Prämiensegment angesiedelt wäre.

Tarife im Check

Das Beratungsunternehmen AssekuranZoom hat die Produktangebote folgender Anbieter unter die Lupe genommen (in alphabetischer Reihenfolge):

Weitreichende Unterschiede

Bereits im Segment der hierarchischen Tarifstrukturen zeigen sich beratungsrelevante Unterschiede, die vor allem für Versicherungsmakler von größter Bedeutung sind. Auffallend ist dabei, nach welchen Kriterien in kostengünstigeren Tarifen Grundfähigkeiten aus dem Tarif ausgegrenzt werden?

Alexander Schrehardt, Gründer und Geschäftsführer von AssekuranZoom, führt aus:

„Für die Kundenberatung und die Beratungsdokumentation sind transparente Vertragsgrundlagen zu definieren. Deshalb flossen auch verpflichtend einzusetzende Hilfsmittel und ein für die Aufgabenbewältigung definierter Zeitrahmen in die Tarifbewertung mit ein.“

Ergebnis der Tarifstudie

Die Tarifstudie verdeutlicht gleichermaßen sehr kleinteilige und heterogene Leistungsvoraussetzungen in den Versicherungsbedingungen der Produktanbieter. In der Gesamtbewertung sicherten sich die Bayerische Beamten Lebensversicherung (Platz 1), die Nürnberger Lebensversicherung (Platz 2) und die Swiss Life (Platz 3) die ersten Plätze.

Brigitte Hicker, Geschäftsführerin von AssekuranZoom, ergänzt:

„Der Markt ist in diesem Segment sehr aktiv, deshalb wird der Tarifcheck regelmäßig aktualisiert, um jeweils zeitnah einen Marktüberblick zu bieten. Für einen möglichst hohen Grad an Transparenz werden aber noch weitere Formate nötig sein, daran arbeiten wir.“

Auf Basis der sehr heterogenen Datenlandschaft umfasst die aktuelle und ausführliche Studienfassung fast 400 Seiten. Für Produktanbieter bietet sie insofern eine detaillierte Leistungsübersicht auf der Grundlage transparenter Bewertungskriterien. Ergänzend zu dieser Ausfertigung wird in Kürze eine kompakte Fassung mit den wichtigsten Eckdaten für Versicherungsvermittler zur Verfügung stehen.

 

Bild: © Costello77 / fotolia.com

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