Tornados in Deutschland, Hurrikans in der Karibik

Experten sagen für die anstehende Hurrikansaison in der Karibik stärkere Stürme als im letzten Jahr voraus. In Deutschland gibt es ebenfalls zerstörerische Stürme, auch wenn sie nicht karibische Ausmaße annehmen: Erst diese Woche drehte sich ein Tornado über Hamburg und richtete erhebliche Schäden an. Eine Sturm-Checkliste kann helfen, Schäden vorzubeugen.

Unzählige abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume und vollgelaufene Keller sind das, was eine Windhose in Hamburg angerichtet hat. Laut Medienberichten waren über 1.000 Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen.

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https://youtu.be/hk9A1nzfyjs

Weitere Tornados hat es laut DWD Tage zuvor in Butzbach und Schleswig-Holstein gegeben. Auch letztes Jahr hatte ein Tornado die Stadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern geradezu „zerlegt“. Der GDV wies darauf hin, dass es in Deutschland häufiger Tornados gebe als gedacht. Die „Tornado-Saison“ dauert bei uns von ca. Anfang Mai bis Ende September, mit vereinzelten Windhosen außerhalb der Hauptsaison.

In der Karibik drohen die tropischen Wirbelstürme mit weit größerem Ausmaß. Zwar sind es insgesamt weniger geworden, diese aber toben umso heftiger, vermeldet die AGCS. Schäden aus den Stürmen hätten in den 80er-Jahren bei 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr gelegen. Zwischen 2013 und 2013 hätte sich die jährliche Schadensumme auf 70 Millarden US-Dollar erhöht.

Versicherer interessieren sich besonders für Hurrikans, da diese für 40 Prozent der globalen Katastrophenschäden verantwortlich sind. Meteorologische Extremereignisse – und besonders Hurrikans, die auf Land treffen – können Schadenssummen entstehen lassen, die Versicherer empfindlich treffen, so wie die Allianz durch „Kathrina“ 2005 und „Superstorm Sandy“ 2012.

Für die kommende Saison werden viermal so heftige Hurrikans erwartet wie in den vergangenen Jahren. Einige davon werden auch auf Land treffen. Mexiko, die Westküste Floridas sowie die texanische Küsten sollen am stärksten betroffen sein. Schäden können allerdings durch die richtige Vorbereitung eingedämmt werden. Betriebliches Kontinuitätsmanagement sowie auch die Notfallkommunikation sind von entscheidender Bedeutung. Die AGCS hat nach Sandy eine Notfallcheckliste erarbeitet, die Handlungsanweisungen für vor, während und nach dem Sturm gibt. Damit können einige Schäden vermieden werden, die Alarmsituation entschärft, die Schäden besser eingedämmt und dokumentiert sowie die Aufräumarbeiten beschleunigt werden.

 

Bild: © Paul Lampard / fotolia.com

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