Immobilienverwalter unter Druck: BVI setzt weiter auf Meier

Veröffentlichung: 20.03.2026, 11:03 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter setzt auf Kontinuität an der Spitze: Thomas Meier bleibt Präsident. Gleichzeitig rückt mit Frank Hillemeier ein neuer Vizepräsident nach. Die Branche steht unter wachsendem Druck – politisch, technologisch und personell.

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Der für die kommenden fünf Jahre gewählte BVI-Vorstand (v. l.): Mark Zimni (Vorstandsmitglied), Thomas Meier (Präsident), Frank Hillemeier (Vizepräsident), Holger Döring (Vorstand Finanzen), Steffen Namyslo (Vorstandsmitglied).Der für die kommenden fünf Jahre gewählte BVI-Vorstand (v. l.): Mark Zimni (Vorstandsmitglied), Thomas Meier (Präsident), Frank Hillemeier (Vizepräsident), Holger Döring (Vorstand Finanzen), Steffen Namyslo (Vorstandsmitglied).Kerstin Möhrke

Meier bleibt Präsident – Kontinuität in bewegten Zeiten

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e. V. hat Thomas Meier erneut zum Präsidenten gewählt. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 18. März 2026 in Dresden bestätigten die Mitglieder den langjährigen Verbandschef für weitere fünf Jahre im Amt. Meier prägt den Verband bereits seit über zwei Jahrzehnten. Unter seiner Führung vertritt der BVI rund 800 Mitgliedsunternehmen, die bundesweit etwa 1,4 Millionen Wohneinheiten verwalten. Die Wiederwahl steht damit auch für Stabilität in einer Phase, die von tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist.

Branche im Umbruch: Digitalisierung, KI und Regulierung

In seiner Rede machte Meier deutlich, wie stark sich das Berufsbild der Immobilienverwalter verändert. „Immobilienverwaltungen müssen heute ein immer anspruchsvolleres Tagesgeschäft bewältigen und sich zugleich neu aufstellen. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Fachkräftemangel und immer neue gesetzliche Anforderungen verändern das Berufsfeld spürbar“, erklärte er.
Die Aussage verweist auf eine Entwicklung, die auch für Versicherer und Vermittler zunehmend relevant ist: Immobilienverwaltungen werden zu Schnittstellen zwischen Eigentümern, Mietern, Technik und Regulierung. Digitale Prozesse, automatisierte Abläufe und neue Datenanforderungen verändern dabei nicht nur das operative Geschäft, sondern auch Haftungs- und Risikostrukturen. Meier betonte zudem die Notwendigkeit, aktiv auf diese Veränderungen zu reagieren: „In dieser Dynamik braucht es Mut zur Veränderung und die Bereitschaft, Zukunft aktiv zu gestalten.“

Gebäudemodernisierungsgesetz im Fokus

Ein zentrales Thema bleibt die politische Regulierung – insbesondere mit Blick auf das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz. Meier kündigte an, sich weiterhin für praxistaugliche Lösungen einzusetzen, insbesondere für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG). „Was politisch gewollt ist, muss sich in WEG auch rechtssicher umsetzen und finanzieren lassen“, so Meier. Der Verband fordert dabei klare gesetzliche Rahmenbedingungen, verlässliche Förderprogramme und eine angemessene Vergütung für Verwalter. Für die Versicherungswirtschaft ist diese Entwicklung nicht ohne Bedeutung: Modernisierungsvorgaben, energetische Sanierungen und neue Haftungsfragen beeinflussen Risiken in der Wohngebäudeversicherung ebenso wie die Nachfrage nach Beratung und Absicherungslösungen.

Neuer Vizepräsident: Frank Hillemeier rückt nach

Neben der Bestätigung Meiers hat der Verband auch personell neu aufgestellt. Frank Hillemeier wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Der Immobilienkaufmann und Bachelor of Residential Property Management führt mit der ImmoConcept Hillemeier GmbH & Co. KG eine der größten inhabergeführten Immobilienverwaltungen im Rheinland. Hillemeier ist seit 2004 Mitglied im BVI und bringt langjährige Branchenerfahrung in die Verbandsarbeit ein. Ebenfalls neu im Vorstand ist Steffen Namyslo, Geschäftsführer der Namyslo GmbH und früherer Vorsitzender des BVI-Landesverbandes Süd-West. In ihren Funktionen bestätigt wurden Holger Döring (Finanzen) und Mark Zimni.

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