Versicherer setzen stärker auf eigene Investmentkompetenz – WWK Investment wird 25

Veröffentlichung: 19.03.2026, 14:03 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Lebensversicherer bauen ihre Kapitalanlage zunehmend selbst – und lösen sich schrittweise von externen Asset Managern. Ein frühes Beispiel dieses Ansatzes ist die WWK: Ihre eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft besteht bereits seit 25 Jahren.

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Stefan Bauer (links) und Roland Kluger (rechts),  Verwaltungsräte der WWK Investment S.A.Stefan Bauer (links) und Roland Kluger (rechts), Verwaltungsräte der WWK Investment S.A.WWK

Kapitalanlage wird zur strategischen Kernkompetenz

Versicherer setzen zunehmend auf eigene Investmentkompetenz. Hintergrund sind steigende Anforderungen an fondsgebundene Produkte, anhaltender Kostendruck sowie der Wunsch nach mehr Kontrolle über Kapitalanlage, Produktgestaltung und Wertschöpfung.

Ein Vorreiter dieses Ansatzes ist die WWK. Deren konzerneigene Kapitalverwaltungsgesellschaft, die WWK Investment S.A. mit Sitz in Luxemburg, wurde im Jahr 2001 gegründet und hat nun ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Heute verwaltet die Gesellschaft ein Fondsvermögen von rund 1,4 Milliarden Euro.

Vom Dachfonds zum eigenen Investment-Ökosystem

Zu Beginn konzentrierte sich die Gesellschaft auf wenige global investierende Dachfonds. Mit dem Ausbau fondsgebundener Versicherungen und Sparprodukte wurde das Angebot schrittweise erweitert.

Heute umfasst das Portfolio verschiedene Investmentlösungen, die sowohl innerhalb der WWK-Produkte als auch für Direktanleger genutzt werden können. Dazu zählen auch Fonds, die algorithmische und KI-gestützte Ansätze bei der Titelauswahl einsetzen. Damit greift die Gesellschaft Entwicklungen auf, die zunehmend auch in der Versicherungsbranche an Bedeutung gewinnen: datengetriebene Kapitalanlage und systematische Investmentprozesse.

Vertikale Integration als strategischer Hebel

Die enge Verzahnung zwischen Kapitalanlage und Versicherungsprodukt gilt als zentraler Vorteil eigener Kapitalverwaltungsgesellschaften. Sie ermöglicht es Versicherern,

  • Kostenstrukturen besser zu steuern
  • Investmentprozesse direkt in die Produktentwicklung zu integrieren
  • schneller auf Marktveränderungen zu reagieren

Gerade vor dem Hintergrund sinkender Garantien und wachsender Bedeutung kapitalmarktnaher Vorsorgelösungen gewinnt dieser Ansatz an Relevanz.
Die WWK Investment S.A. ist dabei eng mit der WWK Lebensversicherung a. G. verbunden, einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Beitragseinnahmen von über einer Milliarde Euro.

Roland Kluger und Stefan Bauer, Verwaltungsräte der WWK Investment S.A., verweisen auf die strategische Bedeutung der Kapitalanlage innerhalb des Konzerns: „Die vergangenen 25 Jahre zeigen eindrucksvoll, wie erfolgreich sich unsere Kapitalverwaltungsgesellschaft innerhalb der WWK Gruppe entwickelt hat. Mit innovativen Investmentlösungen, konsequenter Kapitalmarktorientierung und einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden leisten wir einen wichtigen Beitrag für moderne Altersvorsorgekonzepte.“

Trend mit wachsender Tragweite

Die Entwicklung der WWK steht exemplarisch für eine breitere Bewegung im Markt. Immer mehr Versicherer bauen eigene Investmentplattformen auf oder erweitern bestehende Strukturen. Damit verschiebt sich die Rolle der Anbieter: Vom klassischen Risikoträger hin zum integrierten Anbieter aus Versicherung, Kapitalanlage und Produktarchitektur. Diese Entwicklung eröffnet neue Steuerungsmöglichkeiten erhöht aber zugleich die Anforderungen an Investmentkompetenz, Risikomanagement und Transparenz.

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