Cyberangriffe verursachen über 300 Milliarden Euro Schaden

Veröffentlichung: 24.09.2025, 10:09 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Zwischen 2020 und 2025 haben Cyberangriffe in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien Schäden von mehr als 300 Milliarden Euro verursacht. Doch über 70 Prozent der Unternehmen sind nach wie vor nicht versichert. Der neue Howden-Cyber-Report warnt vor massiven Risiken – und sieht zugleich erhebliches Potenzial für Risikotransfer und Resilienzstrategien.

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Zwischen 2020 und 2025 haben Cyberangriffe in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien Schäden von mehr als 300 Milliarden Euro verursacht. Doch über 70 Prozent der Unternehmen sind nach wie vor nicht versichert.Zwischen 2020 und 2025 haben Cyberangriffe in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien Schäden von mehr als 300 Milliarden Euro verursacht. Doch über 70 Prozent der Unternehmen sind nach wie vor nicht versichert.DALL-E

Cyberangriffe sind längst zu einem zentralen Geschäftsrisiko geworden. Das zeigt der aktuelle Bericht „Ready for the Storm: Closing the Extreme Weather Resilience Gap“ von Howden, der die ökonomischen Folgen für Europas größte Volkswirtschaften quantifiziert. Demnach berichteten 49 Prozent der befragten Unternehmen von mindestens einem Cyberangriff zwischen 2020 und 2025. Die Gesamtkosten summierten sich in diesem Zeitraum auf 307 Milliarden Euro.

Besonders gravierend: Mehr als 70 Prozent der befragten Firmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verfügen über keine Cyber-Versicherung. Zum Vergleich: In Großbritannien liegt der Anteil bei 61 Prozent. Damit bleibt ein erheblicher Teil der Risiken ungeschützt.

Laut Howden hätte eine breitere Einführung von Cybersicherheits- und Versicherungsmaßnahmen Schäden in Höhe von 204 Milliarden Euro verhindern können. Diese Summe übersteigt die Kosten für entsprechende Investitionen deutlich. „Der Bericht von Howden bestätigt die wichtige Rolle, die Cyber-Versicherungen bei der Eindämmung einer der kritischsten Bedrohungen spielen, mit denen Unternehmen aktuell konfrontiert sind“, sagt Jean Bayon de La Tour, Head of Cyber International bei Howden. Cyberversicherungen seien heute „weit mehr als reine Schutzmaßnahmen“: Sie beschleunigten die Wiederherstellung nach einem Angriff, verbesserten das Risikomanagement und begrenzten finanzielle Schäden wirksam.

Auch Shay Simkin, Chair Global Cyber bei Howden, warnt: „Unsere Studie hat die Kosten europäischer Angriffe seit der Jahrtausendwende auf rund 300 Milliarden Euro beziffert. Die Lücke im Bereich des Cyber-Schutzes ist ein gesellschaftliches Problem, das dringende Aufmerksamkeit erfordert.“

Für den deutschen Markt sieht Karl-Heinz Holz, CEO von Howden Deutschland, besonderen Handlungsbedarf: „Cyberrisiken sind längst kein Randthema mehr, sondern betreffen jede Branche und jede Unternehmensgröße. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet das: Ohne gezieltes Risikomanagement drohen nicht nur hohe Kosten, sondern auch erhebliche Reputationsschäden.“

Peter Pillath, Director Cyber bei Howden Deutschland, ergänzt: „Cyberangriffe sind keine Zukunftsmusik, sie passieren heute und jeden Tag. Die Frage ist nicht, ob ein Unternehmen betroffen sein wird, sondern wann – und wie gut es darauf vorbereitet ist.“ Viele Firmen investierten zwar in IT-Sicherheit, doch ohne ergänzende Cyber-Versicherung bleibe „ein erheblicher Teil des Risikos ungeschützt“.

Über die Studie:
Die Untersuchung basiert auf einer YouGov-Befragung unter 1.248 IT-Entscheidungsträgern aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien im Zeitraum 24. Juli bis 9. August 2025.

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