Altersvorsorge bereitet Kopfzerbrechen

Veröffentlichung: 15.11.2018, 06:11 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Laut einer Umfrage von Swiss Life in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Österreich und Großbritannien fühlen sich insgesamt nur 46 Prozent der Befragten mit Blick auf ihre aktuelle finanzielle Situation zuversichtlich.

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Anzugtraeger-wirft-Euro-in-Sparschwein-190688997-FO-Andrey-PopovAnzugtraeger-wirft-Euro-in-Sparschwein-190688997-FO-Andrey-Popov© Andrey Popov / fotolia.com

Vor allem Schweizer (27 Prozent) fühlen sich finanziell am wenigsten gestresst. Am größten ist der Stress bei den Franzosen (53 Prozent), Engländern (42 Prozent) und Deutschen (40 Prozent).

Größte Sorge ist finanzielle Situation im Alter

42 Prozent der Befragten machen sich Sorgen, dass sie im Alter nicht genügend Geld haben. Knapp ein Drittel der Befragten hat nur begrenztes Vertrauen in die staatlichen Vorsorgesysteme.

Vor allem Schweizer (86 Prozent) sehen sich selbst in der Pflicht, für das Alter vorzusorgen Etwas weniger wird dies in Großbritannien (78 Prozent), Frankreich (71 Prozent), Deutschland (70 Prozent) und Österreich (69 Prozent) so gesehen.

Um den gewünschten Lebensstandard im Alter zu sichern, sind alle Generationen bereit, den gegenwärtigen Lebensstil anzupassen und mehr vorzusorgen. Die populärsten Maßnahmen sind mehr sparen (52 Prozent), später in Rente gehen (40 Prozent) und Ersparnisse anlegen (36 Prozent).

Patrick Frost, CEO der Swiss Life-Gruppe, dazu:

„Das Vertrauen in die eigenen Finanzen ist für die Menschen eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Menschen ob ihrer finanziellen Mittel im Alter Sorgen machen und das Vertrauen in die staatlichen Vorsorgesysteme beschränkt ist. Die Befragten sehen sich dabei selbst in der Pflicht, mehr für die eigene Vorsorge zu tun.“

Millennials sind besonders skeptisch

Knapp drei Viertel der jüngeren Generation haben keine Vorstellung der eigenen Finanzen im Alter. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Drittel nicht weiß, an wen sie sich beim Thema Finanzen wenden können.

Geografische Unterschiede beim Thema finanzieller Zuversicht

Insgesamt 46 Prozent der Befragten gaben an, sich hinsichtlich ihrer aktuellen finanziellen Situation zuversichtlich zu fühlen. Die Unterschiede in den einzelnen Ländern sind deutlich: 65 Prozent der befragten Schweizer gaben an, sich mit ihren Finanzen wohl zu fühlen. Demgegenüber ist die finanzielle Zuversicht in Österreich (48 Prozent), Deutschland (44 Prozent) und Großbritannien (41 Prozent) wesentlich tiefer, in Frankreich liegt sie sogar nur bei 32 Prozent.

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