E+S Rückversicherung: weiterhin positive Prämienentwicklung

Veröffentlichung: 30.10.2018, 06:10 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die bei der Hannover Rück für das Deutschlandgeschäft zuständige E+S Rückversicherung AG, geht für die anstehende Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2019 weiterhin von einer positiven Prämienentwicklung im deutschen Markt aus. Allerdings wird sich diese im Vergleich zum Vorjahr abschwächen.

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Dr. Michael Pickel, Vorstandsmitglied, dazu:

„Vor dem Hintergrund einer höheren Anzahl von kleinen und mittleren Schäden sehen wir keinen Raum für Zugeständnisse. Bei einzelnen Verträgen besteht Anpassungsbedarf, etwa nach Reserveerhöhungen. Daher gehen wir für die Vertragserneuerung zum 1. Januar 2019 von leicht steigenden Rückversicherungsraten aus.“

Kraftfahrersicherung

Insgesamt rechnet die E+S Rück in der Kraftfahrt-Rückversicherung bei proportionalen Verträgen mit stabilen Konditionen und bei nicht-proportionalen Verträgen mit steigenden Raten im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im Bereich der Telematik bietet die E+S Rück ihren Kunden Unterstützung bei der Entwicklung von Tarifmodellen sowie die Vermittlung von technischen Lösungen an.

Naturkatastrophendeckungen

Auch im Bereich der Naturkatastrophendeckungen erwartet die E+S Rück einen leichten Ratenanstieg aufgrund höherer Schäden und mindestens stabile Raten bei schadenfreien Programmen. Mit einer flächendeckenden Erhöhung der Raten ist wegen Sturmtief Friederike sowie in Folge mehrerer Starkregenereignisse jedoch nicht zu rechnen, da die daraus folgenden Schäden bei vielen Erstversicherern im Selbstbehalt verblieben. Vor dem Hintergrund der Zunahme von Naturkatastrophen in den vergangenen Jahren dürften die Zedenten ihren Rückversicherungsbedarf weiterhin überprüfen, weshalb die E+S Rück von einer steigenden Nachfrage nach Katastrophendeckungen ausgeht.

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Nach wie vor besteht im Bereich der Verbundenen Wohngebäudeversicherung Sanierungsbedarf, da die Ergebnisse in der Vergangenheit auch in Jahren ohne große Naturereignisse marktweit nicht zufriedenstellend waren. Auch 2018 dürfte der Markt einen versicherungstechnischen Verlust aufweisen.

Gleiches gilt für die Feuerindustrieversicherung, welche erneut defizitär ist. Trotz signifikanter Schäden im laufenden Jahr gab es bei den Erstversicherern kaum Prämienerhöhungen.

Cyberversicherungen

Zusätzliche Prämieneinnahmen dürfte das anhaltende Interesse an Cyberversicherungen bringen. Kunden fragen insbesondere Kumuldeckungen vermehrt nach.

Veränderungen im Management

Mit Wirkung zum 1. März 2019 wird Dr. Michael Pickel die Nachfolge von Ulrich Wallin als Vorstandsvorsitzender der E+S Rück antreten.

Jonas Krotzek wird ab dem 1. Januar 2019 die Zentralbereichsleitung von Karsten Faber für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sowie Italien und das Geschäft mit der Talanx-Gruppe übernehmen.

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