Europäischer Versichererverband warnt vor Smart-Home-Angeboten
Das Präventionsforum des europäischen Versicherer-Dachverbandes „Insurance Europe“ analysierte jetzt das Boom-Thema „Smart Home“. In einem aktuellen Positionspapier wägt der Verband Nutzen und Risiko des Einbruchschutzes aktueller Smart-Home-Systeme für Endkunden wie Versicherer ab.
Die europäischen Versicherer beschreiben in einem Positionspapier zahlreiche Schwächen aktueller Smart Home-Angebote, die auch immer wieder zur vermeintlichen Sicherung kleinerer Gewerbe eingesetzt werden – und warnen zudem explizit vor Do-it-yourself-Einbau.
Schwachstellen sind unter anderem die übliche 1-Faktor-Authentifizierung (zu schwach), die unverschlüsselte Übertragung von Videodaten, keine Beschränkungen der Falscheingabe von Zugangsdaten, unsichere Interfaces und natürlich Apps.
Bei Einbruchschadenzahlungen von fast einer halben Milliarde Euro pro Jahr allein durch deutsche Versicherer und immer neuen Schadenszenarien durch Internet-Angriffe haben die Versicherer natürlich besonderes Interesse an verlässlicher Schutztechnik.
Sebastian Brose, Leiter des VdS-Produktmanagements im Geschäftsbereich Produkte und Unternehmen, betont:
„Die Versicherungsexperten wagen auch einen für die Sicherheitsbranche hoffentlich hilfreichen Ausblick in die Zukunft – und fordern ihre Mitglieder in Europa auf, zu verhindern, dass sich bei den Versicherungsnehmern eine Scheinsicherheit einstellt. Wichtig für qualifizierte Errichter: Gerade vor Do-it-yourself-Einbau wird gewarnt.“
Bild: © alphaspirit / fotolia.com
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