Gesetzlich oder privat – Wartezeit auf Arzttermine ist gleich lang

Veröffentlichung: 07.09.2018, 05:09 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Eine aktuelle Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigt, dass mehr als 70 Prozent der Menschen in Deutschland maximal eine Woche auf einen Arzttermin warten.

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Wartezimmer-548136-PB-DanielCubasWartezimmer-548136-PB-DanielCubas© DanielCubas / pixabay.com

Dabei ist es unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind.

Über ein Drittel aller Patienten wartet sogar überhaupt nicht oder nur einen Tag auf einen Termin. Dagegen ist der Anteil derjenigen, die sich länger als sieben Tage gedulden müssen, im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Kein Unterschied zwischen privat und gesetzlich?

Bei akutem Behandlungsbedarf gibt es in Deutschland keinerlei Anhaltspunkte für Unterschiede bei der Wartezeit auf einen Arzttermin zwischen gesetzlich und Privatversicherten. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).

Laut einer Erhebung des Arztbewertungsportals jameda bewerteten die Patienten in Deutschland die Wartezeit auf einen Arzttermin im Jahr 2017 mit der Note 1,82 auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6.

Auch hier ist der Unterschied zwischen gesetzlich und privat versicherten Patienten gering: Im Durchschnitt erhalten Ärzte von Versicherten gesetzlicher Krankenkassen eine 1,87 für die Wartezeit, Privatpatienten vergeben eine 1,57.


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