Seniorenpreise bei der Kfz-Versicherung? Denkste!

Veröffentlichung: 30.08.2018, 05:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Mit dem Alter wird man in Sachen Autoversicherung zur Kasse gebeten. Ab 65 Jahren zahlt man durchschnittlich 11 Prozent mehr, mit 55 Jahren Noch teurer wird es ab 75: Der Aufschlag von 55 auf 75 Jahre für die Kfz-Versicherung beträgt satte 57 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Finanztip-Analyse.

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Deutschland hat 16 Millionen Autofahrer, die über 65 Jahre alt sind. Dieses Klientel wird von vielen Versicherern offensichtlich für eine sichere Einnahmequelle.

Wer hat’s gesehen?

Die meisten Senioren bemerken überhaupt nicht, dass sie mehr bezahlen. Denn wer schon lange unfallfrei fährt, profitiert von den steigenden Schadenfreiheitsklassen, die den Beitrag drücken. Durch den steigenden Rabatt fällt der altersbedingt höhere Grundbeitrag oft nicht so auf.

Für Senioren ist daher besonders empfehlenswert, ihren Kfz-Tarif jedes Jahr neu zu vergleichen und eventuell auch den Versicherer zu wechseln. Denn obwohl alle Versicherer die Preise im Alter anpassen, gibt es unter den Tarifen massive Unterschiede.

Ein Rechenbeispiel

Ein 75-jähriger VW Golf III Fahrer zahlt ohne Kaskoschutz bei der Europa Versicherung im Basistarif 551,22 Euro. Würde er zur BGV in den Basistarif wechseln, müsste er nur 419,75 Euro bezahlen. Das entspricht einer Ersparnis von 131,74 Euro beziehungsweise rund 31 Prozent.

So hat Finanztip getestet

Ziel war es, herauszufinden, welchen Einfluss das Alter auf den Kfz-Tarif nimmt. Dafür wurden im Juli diesen Jahres zehn unterschiedliche Fahrer-Profile mit den gängigsten Autos erstellt und für diese auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto Preise abgefragt.

Dabei wurde das Alter variiert, während alle anderen Merkmale des Fahrers unverändert blieben. Als Vergleich wurden jeweils Preise für 55-, 65- und 75-jährige Fahrer genommen. In die Berechnungen wurden jeweils die ersten 30 Ergebnisse für jedes Fahrer-Profil einbezogen.

Bild: © forestpath / fotolia.com

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