Finger weg von Bitcoin & Co.

Ende 2017 war der Preis für die bekannteste Kryptowährung Richtung 20.000 Dollar geklettert – gegenüber dem Jahresanfang war das ein Anstieg um etwa das 17-fache. Die Faszination war bei Anlegern entsprechend hoch und Marktbeobachter erwarteten sogar noch höhere Kurse.

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Doch wer zu diesem Zeitpunkt einstieg, machte die bittere Erfahrung, dass sich die Notierung um mehr als zwei Drittel reduziert hat.

Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland) urteilt deshalb:

„In der Tat ist der Bitcoin ein gutes Beispiel dafür, warum es ein großer Fehler ist, wenn Anleger kurzfristigen Modethemen oder Marktrends hinterherlaufen.“

Die Story ist auf den ersten Blick schon faszinierend: Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple unterliegen keiner Regierungskontrolle und funktionieren unabhängig von Notenbanken und Kreditinstituten. Dazu kommt, dass von vielen dieser Internetwährungen nur eine begrenzte Anzahl an virtuellen Münzen herausgegeben werden und sie damit, ähnlich wie Gold, begrenzt sind. Hinzu kommt, dass jeder mit Internetwährungen von überall auf der Welt Zahlungen schnell, sicher und kostengünstig durchführen kann. Damit bieten Kryptowährungen offenbar genau die Story, die den Nerv vieler Anleger trifft. Experten räumen der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie unter anderem deshalb auch große Zukunftsaussichten ein.

Doch im Verlauf dieses Jahres zeigte sich, dass die Bäume auch hier nicht in den Himmel wachsen. Ende Juni notierte der Bitcoin nur noch bei 6.381 Dollar, ein Minus von rund 67 Prozent gegenüber dem Höchststand.

Prof. Tilmes erläutert:

„In diesen massiven Wertschwankungen zeigt sich, dass der Bitcoin und auch die anderen Kryptowährungen vor allem Spekulationsobjekte sind, von denen man als Vermögensanlage nur abraten kann.“

Das beurteilen beispielsweise die Finanzaufsicht BaFin oder die Experten der Deutschen Bundesbank ähnlich. So warnte Bundesbank-Chef Jens Weidmann gegenüber Medien, dass der Bitcoin sehr spekulativ sei und man damit Geld verlieren könne. Noch deutlicher wurde BaFin-Chef Felix Hufeld. In einem Interview im Dezember vergangenen Jahres sagte er, dass es Exzesse geben werde, die bittere Verlierer produzieren würden und dass Anleger dabei ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren könnten.

Der FPSB Deutschland-Vorstand, der nebenbei auch wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute / EBS Finanzakademie der EBS Business School ist, urteilt:

„Tatsächlich zeichnen sich Bitcoin und Co. durch keinerlei Wertbeständigkeit aus. Und es gibt nichts, woran Anleger einen wirklichen Wert dieser Kryptowährungen festmachen können.“

Dazu kommt, dass Anleger immer damit rechnen müssen, dass das Interesse an Bitcoin & Co, so wie es auch bei anderen Modetrends in der Vergangenheit schon der Fall war, plötzlich völlig abebbt, und ein Totalverlust des Investments möglich ist. Für ein langfristig ausgerichtetes Anlageportfolio sind die Internetwährungen damit völlig ungeeignet.

Professionals verhindern Fehlentscheidungen

Wer Geld sinnvoll und langfristig anlegen möchte, muss ganz anders vorgehen. Im ersten Schritt geht es stets darum, ein Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen zu erarbeiten, das individuell zur Risikoeinstellung, den Anlagezielen und der Vermögenssituation eines Anlegers passt. Im zweiten Schritt erfolgt dann die Suche nach geeigneten Anlagen, die zu dem jeweiligen Portfolio passen.

Tilmes sagt klar:

„Und da darf es nicht um irgendwelche Zukunftsthemen oder Spekulationen gehen, sondern um gut gemischte und breit gestreute, seriöse Investments.“

Dabei kurzfristige Mode- und Markttrends zu ignorieren, ist allerdings auch nicht ganz leicht:

„Schließlich sind diese zu den Hochzeiten überall in allen Medien präsent. Und ständig wird den Menschen suggeriert, dass es damit ganz einfach sei, reich zu werden.“

Um diesem Sirenengesang zu widerstehen, kann es hilfreich sein, sich bei der Geldanlage professionelle Unterstützung zu holen. Unabhängige Investment-Experten wie die vom FPSB zertifizierten CFP®-Professionals oder EFA European Financial Advisor® beraten ihre Kunden objektiv rund um das Thema Investieren, ohne sich dabei von Marktstimmungen beeinflussen zu lassen. Sie haben ausschließlich die individuelle Situation des Anlegers und den langfristigen Vermögensaufbau im Blick. Und sie können die Anleger auf diese Weise davor bewahren, blind einem Hype, wie dem Bitcoin, zu folgen, der dann am Ende zu herben Verlusten führt.

Bild: © MichaelWuensch / pixabay.com

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