Digitalisierung im Maklermarkt

Veröffentlichung: 27.04.2018, 05:04 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

In der jährlichen Maklerbefragung KUBUS Makler wurden Makler zur Nutzung digitaler Unterstützungsangebote sowie ihrer Zufriedenheit damit befragt. Dabei zeigte sich erneut, dass die Makler seltener von den Maklerportalen der Versicherer überzeugt sind.

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Anzugtraeger-versteckt-sich-hinter-Laptop-139840023-FO-ollyAnzugtraeger-versteckt-sich-hinter-Laptop-139840023-FO-olly© olly / fotolia.com

Fast alle Makler nutzen mittlerweile eigene Maklerverwaltungsprogramme (MVP). Hier sind die Daten zu allen Kunden bei allen Versicherungsgesellschaften in einer Software hinterlegt. Außerdem lassen sich über integrierte Angebotssoftware Angebote zu neuen Verträgen berechnen. Jedoch nur die Hälfte der Makler nutzt ein MVP mit einer standardisierten Schnittstelle, die den Vorteil hat, dass der Datenaustauch mit den Versicherungsgesellschaften in der Regel automatisch erfolgt.

Grund hierfür sind häufig nicht vorhandene Schnittstellen der Versicherungsunternehmen. Wenn diese Schnittstellen nicht vorhanden sind, verursacht das Aufwand für den Makler. Dies zeigt sich auch in einer niedrigeren Weiterempfehlungsbereitschaft der Makler, die ein MVP mit ohne Schnittstellen verwenden.

Viele Versicherungsunternehmen haben weiterhin einen Investitionsstau bei den Schnittstellen. Vor dem Hintergrund knapper IT-Ressourcen stellen sich daher viele Versicherer derzeit die Frage, in welche Richtung zukünftige Investitionen getätigt werden sollen.

Substantielle Verbesserungen an Maklerportalen sind häufig ohne große Investitionen möglich. Kurzfristig sind daher geringe Investitionen in Maklerportale zur Realisierung weniger aufwendiger Verbesserungen durchaus sinnvoll. Mittel- bis langfristig werden viele Versicherungsunternehmen jedoch stärker in Schnittstellen investieren (müssen).

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