bAV ist und bleibt ausbaufähig

Der AXA Deutschland Report 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Berufstätigen, die über eine betriebliche Altersversorgung oder ein berufsständisches Versorgungswerk ihren Ruhestand absichern, je nach Bundesland stark variiert. Mit 47 Prozent ist die Quote in Rheinland-Pfalz etwa doppelt so hoch wie in Sachsen-Anhalt mit nur 24 Prozent.

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Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) könnte somit vor allem in Bundesländern mit unterdurchschnittlichen Abdeckungen greifen und zu einer verbesserten Altersvorsorge — vor allem bei Geringverdienern —  führen.

Bundesweit begrüßen die befragten Personen Verbesserungen in diesem Bereich. Drei Viertel aller Erwerbstätigen in Deutschland (74 Prozent) sagen, dass sie es für „sehr gut“ oder „gut“ halten, wenn der Staat die betriebliche Altersversorgung insgesamt stärker fördert. Und 73 Prozent der Berufstätigen finden es auch „sehr gut“ oder „gut“, wenn Berufsanfänger künftig automatisch in eine betriebliche Altersversorgung einbezogen werden.

Gemischte Gefühle mit Blick auf den Ruhestand

Sowohl bei Berufstätigen als auch bei Ruheständlern ist die Stimmung verhalten, wenn es um die Zeit nach dem aktiven Berufsleben geht. 61 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich für den Ruhestand nicht mehr ausreichend abgesichert. Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld leistet seinen Beitrag dazu.

75 Prozent derer, die sich bereits im Ruhestand befinden und 66 Prozent aller Erwerbstätigen sehen eine Erhöhung der Rentenbezüge und die Rahmenbedingungen dafür als wichtigstes Ziel staatlicher Politik in Deutschland an. Das Einkommen im Alter steht deutlich vor anderen Zielen, wie zum Beispiel vermehrte Bildungsangebote oder eine verbesserte Gesundheitsversorgung.

Private Altersvorsorge

Ein auskömmliches Einkommen im Alter wünscht sich jeder, das steht außer Frage. Auf die Frage, was die Erwerbstätigen daran gehindert hat oder hindert, stärker privat für das Alter vorzusorgen, sind die Hauptgründe für 57 Prozent der Befragten zu geringe Einnahmen bzw. zu geringes Vermögen. 21 Prozent sagen, es fehle an Unterstützung bei dem Thema und 11 Prozent geben mangelnde Kenntnis bzw. Aufklärung an. Weitere Gründe, warum zu wenig vorgesorgt wird sind: fehlende Zeit sich zu kümmern, der Vorzug des Konsums (8 Prozent) und zu geringe Wertschätzung (6 Prozent).

Die Frage „Glauben Sie, dass Sie noch genügend Zeit hätten, durch privates Sparen eine ausreichende private Altersvorsorge zu erreichen?“ – natürlich unter der Voraussetzung, dass unverzüglich damit begonnen würde, zeigt, dass das Vertrauen der Erwerbstätigen dafür nicht sehr groß ist. 67 Prozent gehen davon aus, dass sie dieses Ziel nicht erreichen würden.

  • 7 Prozent sagen auf jeden Fall
  • 19 Prozent eher ja
  • 30 Prozent eher nein
  • 37 Prozent auf keinen Fall
  • 7 Prozent machten keine Angaben

So lauten die Kernergebnisse des AXA Deutschland Report 2017 zur Ruhestandsplanung und –management. In der Befragung werden seit dem Jahr 2015 in allen 16 Bundesländern die Einstellungen und Verhaltensweisen von Berufstätigen und Ruheständlern erfasst. Im Februar 2017 wurden dafür insgesamt 3.381 Online-Interviews bundesweit repräsentativ durchgeführt.

Bilder: (1) © Sergey Nivens / fotolia.com (2) © AXA Deutschland

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