Im Alter: Keine Kohle auf der Kante

Veröffentlichung: 26.01.2017, 07:01 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Umfrage zum DIA-Deutschland-Trend, die einmal jährlich die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt, sagt, dass das Vertrauen in die Sicherheit der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge im Vergleich zum 4. Quartal 2015 deutlich gesunken ist.

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Die Einschätzungen sind so niedrig wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Am stärksten hat sich die Einschätzung bzw. Stimmung gegenüber der privaten Altersvorsorge verschlechtert. Die nicht endenden öffentlichen Diskussionen über Niedrigzinsen und die permanente Kritik an der Riester-Rente setzen den Sparern zu.

Der Anteil der Befragten, die befürchten, den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, nimmt gegenüber 2015 wieder erkennbar zu und bleibt damit weiter auf hohem Niveau. 76 Prozent geben an, dass sie im Alter nicht den gewohnten Standard fortsetzen werden können (2015: 69 Prozent). Diese Einschätzung führt aber nicht in gleichem Maße dazu, dass durch ergänzende Vorsorge der finanzielle Spielraum im Alter ausgeweitet werden soll.

Lediglich 27 Prozent der Befragten schätzen ihre bisherige Altersvorsorge als ungenügend ein und wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr zur Absicherung im Alter unternehmen. 43 Prozent sagen, dass sie nicht vorsorgen und daran auch in den folgenden zwölf Monaten nichts ändern werden.

Der Vorsorge-Index, der aus den Befragungen errechnet wird, fällt mit 101 auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009. Dieser besonders niedrige Wert ist vor allem auf eine Verschlechterung in den Bereichen „Vertrauen“ und „Erwartungen“ zurückzuführen.

Für den DIA-Deutschland-Trend wurden 1.005 Personen im Alter von 18 und 65 Jahren befragt. Schüler, Studenten, Azubis und Rentner nahmen nicht an der Befragung teil, die vom 14. bis 19. Dezember 2016 durchgeführt wurde.

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